Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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Des fürsten milte üz Osterriche 
fröit dem süezen regen geliche 
beidiu liute unt ouch daz lant. 
erst ein schoene wol gezieret heide, 
5 dar abe man bluomen brichet wunder : 
und braxche mir ein blat dar under, 
sin vil milte richiu hant, - 
sö möhte ich loben die süezen ougenweide. 
hie bi st er an mich gemant. 
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10  Owe dir, welt, wie übel di stest! 
waz dinge du allez an begest, 
diu von dir sint ze lidenne ungenzme! 
Dü bist vil nich gar äne scham. 
got weiz wol, ich bin dir gram: 
15 din art ist elliu worden widerzeme,. 
Waz Eren häst uns her behalten ? 
nieman siht dich fröiden walten, 
als man ir doch wilent pflac, 
we dir, wes habent diu milten herze engolten? ar 
20 für diu lopt man die argen richen, 
welt, dü stest sö lasterlichen, 
daz ichz niht betiuten mac. 
triuwe und wärheit sint vil gar bescholten : 
daz ist ouch aller ren slac, 
23 MNü wachet! uns get zuo der tac, 
gein dem wol angest haben mac 
ein ieglich kristen, Juden unde heiden, 
Wir hän der zeichen vil gesehen, 
dar an wir sine kunft wol spehen, 
30 als uns diu schrift mit wärheit hät bescheiden. 
Diu sunne hät ir schin verküret, 
uniriuwe ir sämen üz gereret 
allenthalben zuo den wezen, 
der vater bi dem kinde untriuwe vindet, 
der bruoder sinem bruoder liuget, Sn 
geistlich orden in kappen triugel, 
die uns ze himel solten stegen;
	        

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