Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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Jie ougenweide sehent die fürsten gerne. ; 
swer nu des riches irre g6&, 
der schowe wem der weise ob sime nacke ste: 
der stein ist aller fürsten leitesterne. 
Ez gienc eins tages, als unser herre wart geborn 
von einer maget, dier im ze muoter hät erkorn, 
ze Megdeburc der künec Philippes schöne. 
da gienc eins keisers bruoder und eins keisers kint 
in einer wät, swie doch die namen drige sint: 
{0 er truoc des riches zepter und die kröne, 
er trat vil lise, im was niht gäch: 
im sleich ein höhgeborniu küneginne näch, 
rös AÄne dorn, ein tübe sunder gallen. 
diu zuht was niener anderswä: 
{5 die Düringe und die Sahsen dienten alsö dä, 
daz ez den wisen muoste wol gevallen. 
Philippes künec, die nähe spehenden zihent dich, 
Jun sist niht dankes milte: des bedunket mich, 
wie dü dä mite verliesest michels mere. 
20 dü möhtest gerner dankes geben tüsent pfunt, 
dan drizec tüsent äne danc. dir ist niht kunt, 
wie man mit gäbe erwirbet pris und Ere. 
denk an den milten Salatin: 
der jach daz küneges hende dürkel solten sin; 
25 3 wurden sie erforht und ouch geminnet. 
gedenke an den von Engellant, 
‚wie tiure der wart erlöst von siner gebenden hant, 
ein schade ist guot, der zwene frumen gewinnet, 
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Dö Friderich üz Österrich alsö gewarp, 
30 der an der sele genas und im der lip erstarp, 
dö fuort er miner krenechen trit in derde, 
dö gieng ich slichent als ein pfäwe, swar ich gie, 
daz houbet hanht ich nider unz üf miniu knie: 
nd riht ich ez üf näch vollem werde. 
35 ich bin wol ze fiure komen, 
mich hät daz riche und ouch diu kröne an sich genomen. 
wol üf, swer tanzen welle näch der gigen! 
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