Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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daz ist wol zweier künege hort: 
diu gip der milte beide. 
der milten l1ön ist sö diu sät, 
diu wünnecliche wider gät 
5 dar näch man si geworfen hät: 
wirf von dir miltecliche, 
swelch künec der milte geben kan, 
si git im daz er nie gewan. 
wie Alexander sich versan! 
10 der gap und gap, und gap sim elliu riche. 
Wir suln den kochen räten, 
sit ez in alsö höhe ste, 
daz si sich niht versümen, 
daz si der fürsten bräten 
15 sniden greezer baz dan &€ 
doch dicker eines dümen, 
ze Kriechen wart ein spiz versniten, 
daz tet ein hant mit argen siten, 
sin moht ez niemer hän vermiten, 
20 der bräte was ze dünne: 
des muose der herre für die tür, 
die fürsten säzen an der kür, 
der nü daz riche alsö verlür, 
dem stüende baz daz er nie spiz gewünne, 
25 WWaz &ren hät frö böne, 
daz man sö von ir singen sol? 
si rehtiu vastenkiuwe! 
sist vor und näch der nöne 
fül und ist der wibel vol 
30 wan erst in der niuwe. 
ein halm ist crestec unde guot: 
waz er uns allen liebes tuot! 
er fröit vil manegem sinen munt: 
wie danne umbe sinen sämen? 
33 von grase wirdet halm ze sirö, 
er machet manic herze frö, 
er ist guot nider unde hö. 
frou böne, set libera nos a malo, ämen, 
Walt, v. d. Vogelweide, 3
	        

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