Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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AT 8 
. vux 
Dar näch was er in dem lande 
vierzic tage: dö fuor er dar, 
dannen in sin vater sande, 
sinen geist, der uns bewar, 
5 den sant er hin wider zehant, 
heilic ist daz selbe Jlant: 
sin name der ist vor gote erkant. 
In diz lant hät er gesprochen 
einen angeslichen 1ac, 
LO dä diu witwe wirt gerochen 
und der weise klagen mäc 
und der arme den gewalt, 
der dä wirt mit ime gestalt. 
wol im dort, der hie vergalt! 
Unser lantrehtzre tihten 
fristet di niemannes klage: 
wan er wil zestunden rihten, 
so ez ist an dem lesten age: 
und swer deheine schult hie Jät 
unverebenet, wie der stät 
dort dä er pfant noch bürgen hät! 
Ir enlät iuch niht verdriezen 
daz ich noch gesprochen hin; 
sö wil ich die rede entsliezen 
25 kurzwilen, und iuch wizzen län: 
swaz got mit der welte ie . 
er oe begie, 
daz huob sich dort und endet hie. 
Kristen, Juden und die heiden 
30 jehent daz diz ir erbe si: 
got müez ez ze rehte scheiden 
durch die sine namen dri£. 
al diu welt diu stritet her: 
wir sin an der rehten ger: 
35 reht ist daz er uns gewer. 
Philippe, künec here; 
sl gebent dir alle heiles wort 
und ‚wolden liep näch leide, 
nü häst dü guot und fre:
	        

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