Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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JVolframs von Eschenbach sei. ganz das sehnsüchtige, 
ahnungsvolle, die verbindung entfernt scheinender gedan- 
ken, die unverknüpften sätze, wie überall bei diesem dich- 
ter, gleichwohl bin ich nicht abgeneigt zıl glauben, das 
gedicht sei von Walther, der Wolframs art aus irgend 
einem grunde nachahmte, vielleicht weil er sie eben für 
tagelieder geeignet hielt. denn wäre dies lied von TV olf- 
zanı selbst, so würde nicht dü wil im reime stehn, sondern 
du wilt, und es würden vermutlich die kecken und schwieri- 
gen ausdrücke nicht fehlen, die schlechte nachahmer‘ für 
seine einzige eigenthümlichkeit hielten, und hinter deren 
pracht und wunderlichkeit sie ihre gedankenarmut ver- 
steckten. — ich bin hier gezwungen, wiewohl es anmafsend 
scheinen kann, mit dieser meinung mich nur an kenner 
zu wenden. so lange man noch allerlei höchst kindischen 
urtheilen begegnet, TV olframs erzählung sei theilweise 
chronikenartig, der Titurel_sei von ihm gedichtet, nur 
später umgearbeitet , mufs man von den kennern die trä- 
gen absondern, die sich zum gesetz gemacht haben immer 
fünf oder sechs jahr zurück zu sein. werden sie sich nie- 
mahls aus dem schlaf. ermuntern , und auch das augen- 
scheinliche nicht sehn? dafs z. b. der dichter des Parzivals 
und des heiligen TVilhelms sich nie ein wort von vereh- 
zung der jungfrau Maria entfallen läfst, wovon der Ti- 
turel voll ist. 923. rehte alse 4. dien vogeln C, 
230. so entgetete du 4, so getet du C. 
31 — 35.4, 57C, 33. io A. 34. von hinne A. 
35, vielleicht diu tageliet der wahtaxre, 36. lüte 4, 
27. frundin wie wart A, fründen wie wirt C. 38. daz 
laz 4. 40. dir hinnan C. 
90, 3= 37.4, 59C. 4. senede A. 5, weinende C, 
8, daz A, das C. 41. vielmehr der wil_mir wider mor- 
gen. 13. eine 4. 
*15—=60C, 16. we wer GC. 
23=61C, 31=62 C. 
91, 1=63C., 9=—= 64C, 
+17 — 65 C, dasselbe versmafs in Heinmars liede MS. 1, 
71a Sage, daz ich dirs jemer löne. 
93—=66C. 25. offenbar C, 
29 67C. 35—= 683C., 
Ange
	        

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