Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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sö ist nd gnucge 
gewartet siner fuoge. 
Ich hin dem Missenere 
zefüeget manec mare 
baz danne er nü gedenke min. 
waz sol diu rede beschenet? 
möht ich in hän gekrenet, 
diu kröne ware hiute sin. 
het er mir dö gelönet baz, 
LO ich dient im aber eteswaz: 
noch kan ich schaden vertriben. 
er ist ab sO gefüege niht, 
daz er mir biete wandels iht: 
da läzen wirz beliben. 
15 waz vil verdirbet, 
17. alt} Aw des man niht enwirbet. 
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n L Ce er guole win wirt selten guof, wann In dem guoten vazze: 
Kom felken qua“ gefmas” m a here hte woh "84 habet cz den wi 
Kt, abs wirt daz bereit ze rehie WO1, SO et cz den win. 
N dar umbe wunder nieman, ob ich an dem künege hazze, 
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08, 20 hät er ein herze als si dä sagent, sol daz niht werden schin. 
im sint die reife alsö vertriben: er welle raezer sin, 
so ist vaz und tranc ein wiht, 
zuot win mac ie sö lange ligen, Jaz man in seiger siht, 
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Ez nam ein witiwe einen man hie vor in alten ziten, 
»5 dö kam vil ritter unde frowen dur ir liebe dar. 
als dö der briutegome kam, des wart ein michel striten, 
‚wie si der briute bunden; des zerwurfen si sich gar. 
ze jungest bhants ir selber, daz ir niht dar an enwar. 
her künec, nü sit gemant, 
30 daz ir kein gebende zam, wan dazs ir selber bant, 
Der künec behielte küneges namen, dern in behalten hieze, 
and lebte och swies in hiezen leben, die in hänt in ir pfliht, 
au ist billich daz er des gein rehlen !iuten wol genieze: 
wan sol im schulde und &re geben, dar mans dran gesiht. 
5 werde ab er sin selbes man, sö lönc in auders niht,
	        

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