Full text: Graf Rudolf

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üffen tac und daz die funne fcein. 1,11 wen biz fies gnuoc gephlägin. 1, 15 wen biz der 
morgin über al lüchte. Lacomblet Archiv 1, 24 wenn biz fich zem mittin tage die funne 
begunde neigin. Bertholds Crane (IV, 266) de langen nacht wen an den tach. Darifant 10 
Haupt zeitschrift 2, 179) de nacht went an den morgen. im niederdeutschen want wante 
went wente und wente her Homeyer Sachsenspiegel 2, 627. 
D’, 23. er /prach ist zu streichen. L. 
E [17], 1. 2. “wir frauen’, spricht die königstochter, ‘können nicht alles heraussagen, was 
wir verschweigen. redet ihr (wefet irz), denn ich sage euch nichts’. so verstehe ich die 
‚celle. die ergänzung ich v. bın liep rührt von Lachmann. 
E, 14. forach ergänzt Lachmann. 
E, 22. gän ist wahrscheinlich zu lösehen. 
E, 26. daz enift nichein wandel enthält eine bemerkung des dichters. es ist wol zu 
ı1esen des statt daz, und er will sagen “das geht nicht anders, ist nicht zu ändern’. E*, 4 
‚ezeichnet wandel den umtausch der ringe, und G*, 24 buße für sünde. Lachmann be- 
‚nerkt dafs wande ohne gerne befser wäre. der raum müßte dann leer geblieben sein. 
was wol in der handschrift vorkommt. 
E* [18], 4. bei wandel ist von dem w nur ein w sichtbar und der erste strich weg- 
zeschnitten. 
E*, 10. 1. /altus. L. 
E, 13. —nt im anfang der zeile ist ganz deutlich, auch noch ein stück von dem vor—- 
aergehenden a sichtbar: es ist also kaum eine andere ergänzung als want möglich. es 
mufs so viel heifsen als “der könig stellte sich an die wand vor den kreifs um den brief, der 
‚orgelesen wurde, anzuhören’. vielleicht ist auch £ verschrieben, und es sollte € stehen, wo 
Jann banc anzunehmen wäre, d. h. eine tafel, vor welche man sich stellte, wenn ein brief 
vorgelesen ward. Rosengarten D. pfälz. und heidelberg. handschrift (bei Hagen 79. 80) 
her Dieterich von Berne zuo einem banke trat. er fprach ‘nu merket alle, uns if ein 
hrief gefant. 
E*, 21. in der handschrift steht zach, über dem z ein ft, und unter dem z der un- 
gültigkeit anzeigende punct. fac ist ein bestimmter tag, termin, frist, wo recht gesprochen 
wird, wenn keine /uwone statt gefunden hatte; vgl. Herbort 5701 reden ze fuone noch ze 
'age. ich habe hän ergänzt, was der reim fordert. die gewöhnlichen ausdrücke sind tac 
geben Herbort 293, 11337. 11341. Tristan 9262. Dietrichs flucht 2549. Haupts zeitschrift 
2, 76, 1076: /egen Herbort 1956: machen Frauendienst 62, 28. 63, 10: bediuten Herant 
von Wildonie (herausgegeben von J. Bergmann) 22, 110: er prechen das. 22, 128 : forechen 
5, 1. Homeyer Sachsensp. 2, 569. ic geve iu tach ein halvez jär (Bertholds Crane IV. 491) 
1eifst “ich erlaube euch ein halbes jahr auszubleiben’. 
E*, 24. des verpflige ich mich das sichere ich zu, dazu mache ich mich anheischig. 
lie gewöhnliche bedeutung von verpflegen, aufgeben verlafsen, kann hier nicht statt finden, 
Wo ver— nur den begrif verstärkt; vgl. Lambrechts Alexander 3669. 3737. gramm. 2. 854535.
	        

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