Full text: Graf Rudolf

wirklich ein femin. ist. als relativum lautet ein solches die noch seltsamer, weil die un- 
terscheidung des geschlechts eben voran gegangen ist, einen man, die D*, 21. dem kunge, 
die gienc E”, 12. der greve, die 1, 8. X, 11. der helt, die I, 25. de für die ß, 3 bezeich- 
net wie fe für fie 8*, 23 nur die tonlosigkeit. einigemal das niederdeutsche dit für dız 
y, 10. 24. C, 23. G, 1. P, 1, det für daz H, 11 wo nicht schreibfehler. seltener wie 
für wir 8, 8. C*, 20. zu /ines felbes ß*, 7 vergleiche man Silvester X. auch unfeme G*, 11. 
unfe ß, 1. B", 8. €, 1. unfen G*, 7. H, 4. nähert sich dem niederdeutschen: das richtigere 
unfer kommt nicht vor; vgl. z. Nibel. 934, 2. das unorganische aus ir entstandene pos- 
sessivum, das in den meisten denkmälern dieser zeit erscheint, ist durchgeführt. 
Ein nach falscher analogie gebildetes jenre H, 16 kommt auch anderwärts vor, in 
Hartmanns gedicht von dem glauben, in Bertholds predigten 87 und einem bruchstück in 
Haupts zeitschrift 1, 28. ihm entspricht wbre Roland 40, 11 (in beiden handschriften). 
keinre Freidank 26, 5 A. dekeinre trojan. krieg 15328, Bertholds predigten 12. 43. 60. 
einre Otnit 461, 1 Mone. vgl. Hahns gramm. 114. 
Fı 
Beim verbum ist der mehrmals auf e endigende infinitivus anzumerken, ga 8, 7. ge 
ö, 18. gewine 8", 22. /age B*, 2. laze C*, 15. [ente E*, 26. ruwe F, 5. walke F*, 23. kunde 
G*, 23. vielleicht gehört /agenich F*, 21 noch in frühere zeit, doch steht sonst /age ich 
5”, 17. /agich C*, 28. der wechsel zwischen indicativus und conjunctivus liegt D”, 13—16 
deutlich vor, ob er C*, 24—29 in derselben construction auf einer feinen unterscheidung, 
wie in den zu Walther 29, 34 und rechtsalterthümer 336 beigebrachten stellen, beruht läfst 
sich nicht leicht entscheiden. schwerlich aber darf man es als einen zufall betrachten, wie 
ihn Lachmann in zwei handschriften Walthers 45, 27 bemerkt hat, wenn in der angeführ— 
ten stelle unseres gedichts achten ruchen fizzen neben heizent steht: man vergleiche aber 
nemen vlizen wifen phlegen 8, 23. 24. 26. haben C, 7. ten K, 23. ungewils ist /agen 
C, 17, weil es auch der conjunct. sein könnte. andere beispiele von der 3 plur. präs. auf 
zn sind z. Freidank 77, 7 und Hahns gramm. 77 angeführt. die particıipiale form des de— 
clinierten infinitivus zv tagende H, 28. zv tragende I, 16. zv cumende I, 28 neben ze vech- 
fene 3, 11. zv irwegene B", 13. ze fagene D, 6. zv crigene HM, 10. zv habene 1, 16 (also 
nur bei dem zweiten schreiber) erscheint auch in dem ziemlich gleichzeitigen Prophilias, 
zu gefcehinde, ze [ehinde (Diutiska 1, & vgl. Lacomblet archiv für geschichte des Nieder— 
rheins 1, 16. anmerk.), später in der stralßsburg. handschrift des armen Heinrichs (Müller 
samml. 1.) ze /ehende 1033. weinendens (l. weinendes) 999. /cheltendes 1335. ferner fechei- 
dendes Weiberlist (Müller 1.) 151. ze finde Minnesänger 1, 178°. mit /chelten, mit flüchende, 
mit fwerende Oberlin beichtbuch s. 3, sogar bei dem substant. ist diese verwerfliche 
(orm eingedrungen, b7 lebende trojan. krieg 18256. von der minne (Müller 1.) 515: vgl. 
grammatik 12. 1022.
	        

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