Full text: Deutsche Grammatik (Erster Theil (Erster Teilband))

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Erläuterung der Zahkcndeclinatkon. 265 
scheu Stamm unwiderleglich hervorgeht, das u ist geblie» <HmJ Uf'-Jfc am b» 0- 
den: stö, (sin) atta, niu, tiu. Die Slaven haben daS 7«,, ^ ^, 
m blos in sedm und selbst »sin, wo unser 0 mit dem n'vu^oi, n/umtfi , hi/noi 
lateinischen octo und griechischen o«rw wiederum eintrifft. ^ 7 
4) Sonderbar setzt die germanische Sprache blos die Zahlen 
ii und 12 mit -lif zusammen, die weiteren aber mit 
-zehun; es könnte eben so gut: dceilif(iz), vierlif(i4) 
u. s. w. oder auch: einzehn (n) zweizehn (12) wie im 
Lateinischen heißen. Jenes Abbrechen mit Zwölf und das 
Anheben einer neuen Ordnung mit Dreizehn scheint mir 
daher eine Spur der alten Duodecimalrechnung.'Das ltf 
bedeutet seiner Wurzel nach über, übrig; einlif sagt 
folglich: eins über zehn, ganz wie das böhmische ge- 
denäct (geden na defet, eins über zehn) krain. enajst 
(en II, defet), allein die Slaven bilden alle Zahlen der 
Reihe XI bis XIX mit diesem - nact oder - najst. / ä 
3) Die Ordinalzahlen XX bis 6. nehmen den Superlativ cJiO j 
an. Genau so im Latemlschen vicesinaus brs centesiinu9, , /? 1 r ö <7 * 0 c/ 
im Griechischen slxocroc bis knotroeroe. Wenn in decimu* Vi^tKfhrviA^ f ij&oO/lLfäj 
IdwßÜiKaJ (\%j bjOikaj f 13 / fp 
’&kaJ &k4c vo-i^noÜd^lj 
eine ähnliche Form waltet, so liegt sie bereits im cardie 
nalcn äecsm/und kann Aufschluß über diese Gestaltung 
geben. ( 
6) Auch stellen die übrigen Sprachen in der Ordinalzahl II.' 
eine von der Cardinalzahl verschiedene Bilduug auf. 
>) »a.« Lateinisch alter oder fecund», (von sequi, der folgende), 
^-slavisch druhi (drugi, d. h. der Begleiter, Gefährte). Die 
krftiifJüvbeötututtg von ander könnte ebenfalls seyn: der 
-X „ e/mütgehende, nachfolgende, vergl. das romanische andar 
oi^M(gehen), unser w-andern, wandeln, umwandeln und 
syM^ändern; die Abstraction ist aber gewiß in einer sehr frü 
hen Zeit vorgegangen, auch der Franzose denkt bei seinem 
l'eeond nicht an fuivant.si8ergl. iteriim (wieder) und iter. 
Noch viel bedeutender scheint mir, verglichen mit den in 
der vorigen Anm. gefundenen Superlativen, die compa 
rative Gestalt, welche ander nicht blos im Deutschen, 
sondern auch das lateinische alter und das griechische er&foc 
hat (s. unten die Erläuterung zum Pronomen wedar). 
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