Objekt: Deutsche Grammatik (Erster Theil (Erster Teilband))

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Cardinalzahlcn. 
mittelhochdeutsch niun, nun und dcclinirt niune, Ncutr. 
niuniu (Wartb. Krieg 6g. 69.). 
X. Gothisch taihun; angelsächsisch tyn; altnordisch t!u; althoch- 
deutsch zehun (auch zehan, zehin) deciinirt zehini (0. III. 
14,130. T. 112.). 
XI. Gothisch ainlif? (fehlt im 6. A.); angelsächsisch endlufa 
(endleofa, andlyfa; altnordisch ellifu; althochdeutsch einlif 
(0.1.3,73- Ii>. 22,89- IV. i2, 114.) dcclinirt einlivin; 
- . Dat. (I'. 223,4 )i " mittelhochdeuisch cinlef, einlif Parc. 
XvJäZÜHt.zCM. ^ 25 ' 3®-3°ö-88«i. -Uf, «If- 
■> XII. Gothisch twalif, Gen. twalibe Marc. 5,42. 14,43. Dat. 
twalibim Marc. 10,4. n, n. — altsächsisch twelf, alt 
nordisch tölf, — althochdeutsch zuelif (0. HI. 14,169.) unD 
dcclinirt zuelifi (O. IV. 12, 11.), mittelhochdeutsch zwelf, 
dcclinirt zwelfe w. (Parc. 24526.). 
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Jom . üLbveJ\ 
1Jojul . 
Von XIII bis XIX werden die Zahlen mit zehen weiter 
zusammengesetzt: gothisch fidwor - taihun, fimf-taihun (Dar. 
fimftaihunim Ioh.n,lg.), saihs - taihun, sibun taihun, ahtau- 
taihun, niun-taihun.— Angelsächsischthrev-tyne, feower-tyne, 
fiftynerc.— Althochdeutsch z. B. sibun-zehan, ahto-zehau 
(dcclinirt ahto - zehcni 1'. 102.). — Altnordisch mit tan und 
tian, nämlich: trcttun, fiürtän, fimm-tsn, sextan, und: 
siö-tian, at-liän, lü - lisn.— Dänisch mit ten, als: 
iretten, fior-ten, atten rc. — Schwedisch mir ton, ale: 
femton:c. — im spätern Hochdeutsch mit zehen oder zehn. 
Die Zahlen XX. XXX. XL. L. setzt der Gothe mit dem 
Worte tigus (6ec»s), zusammen, welches ein Masc. dritter 
Deck, ist, also im Nom. Pl. tigjus bekommt und in der Zu 
sammensetzung deciinirt, und zwar decliniren die Zahle» 
zwei und drei mit ihm. Hiernach heißt es: twai-rigjus 
(viginti), Dat. kwaim tigum (Luc. 14, 3l ); threis (?) tigjus 
. (triginla), Gen. thrije - tigiwe (Luc 3,23.), Acc. thrins - tiguns 
(Matth. 27, 3, 9.). Weiter scheinen die Zahlen nicht mir zu 
decliniren, denn es finden sich die Accnsative fidwor-tigunS 
(Marc. 1, 30. Luc. 4, 2.), fimf-tiguns (Luc. 7,41. 9,14. 16, 
6. Ioh. 8,57-) nicht aber: fidworins - tiguns, simfinö - tiguns. 
Für LX. mangeln Belege. Bei LXX. LXXX und XG. wird 
nicht mehr mit tigus compvnirt, sondern mit t eh und, 
als: sibun -tehund Luc. 10,1,17., ahtau-tehund Luc. 2, 37. 
16,17., niun - tehund Luc. 15,4. und so heißt C (hundert) 
gleichfalls taihun-tehund Luc. 15, 4. 16, 6. Dieses 
tehund (oder taihund) scheint ein Subst. Sing, zu seyn, 
weil Luc. 15, 7. der Gen. niun-kehundis vorkommt, dem
	        
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