Full text: Deutsche Grammatik (Erster Theil (Erster Teilband))

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Erste Declination. 
selbst in den Quellen, woraus obige Belege geschöpft wor 
den, überzutreten, vermuthlich die Schuld späterer Abschriften. 
So stehet skillinga Br. iyr. berga A. 273. thtava (kure«) A. 
279. etha A. l. kininga A. 6» dega A. 336. — bamon (arbo- 
ribus) A. 96. 
Uebrige Declinationen des starken Masc. 
Die zweite enthält Wörter auf e (wie Here oder hiri, oxer- 
cim«) und -ere wie: haldcre, clagere, menotere (Münzer) 
prestere, stippcre (ereawr) deren Pl. auf a r gelautet haben 
muß, wiewohl ich nur die abgewichene Form belegen kann: 
prestera A. 274.332. rumera (romani) A. 332. — Von der 
dritten finde ich blos ftetho(pax) und sunu(lllius)A.273. 
Von der vierten blos liod übrig, mit dem Pl. liode A. 
274. Br. 32.32. Vgl. den Dak. Pl. liudcm Br. 215.220. 
Starkes Femininum. 
Hier sind nur die erste und vierte Declination erkennbar, 
allein ihre Unterscheidung hat große Schwierigkeit, weil außer 
dem Plnr. auch der Gen. und Dat. Sing, beider gleich 
lautet, also blos der Nom. ein Kennzeichen gibt. Diese Un 
sicherheit wird noch dadurch vermehrt, daß auch die Endun 
gen der schwachen weiblichen Declination auf e und a mei 
stens übereinstimmen. 
Beispiele: I.sel-e Pl.sel-a IV.wrald Pl.wrald-a 
sel-e ?scl-ena wrald-e wrald-a 
sel-e ftl-um wrald-e wrald-um 
sel-e scl-a wrald wrald-a. 
Nach der ersten gehen: böte (Buße) erthe, irthe (terra) 
kere (lex) fele (anima) fcfe (causa) fiDc(laius) sodann die En 
dungen auf-ethe -inge -ene, als: lemethe(Lähmung) 
thiuwethe(kurturn) — hemilingc(rk,utibitic>) biuinge (rnotus) 
sellonge Ctraditio) — risenc (kons) strcvcne (Uetractiv) tham- 
pene (kulkacstio) werdene (pcjoratiu). 
Nach der vierten: ded (lacinu,) gled (ignis) wrald (rnun- 
dua) tid (tempus) ncd (nece (Titas) cas (rixa) hvnd (manue) 
u. s. w. 
Sollte es sich vielleicht beweisen lassen, daß der Pl. 
der weiblichen ersten Decl-, gleich dem der männlichen, auf 
ar ausgegangen sey? Wenigstens finde ich kerar (legee) 
Br. 215. und dafür wäre auch b e i l a r A. 189» von dem 
vermuthlichen Fem. beile (Beule).
	        

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