Full text: Deutsche Grammatik (Erster Theil (Erster Teilband))

iC Golh. Subsi. — Starkes Fem. 
2) Noch bedenklicher ist die22te Deel. Jhre's, oder Fuldas tz; 
der Plur. magathoö, magarho u. s. w wäre in der That 
gegen die Analogie aller übrigen germanischen Spra 
chen. Auch kommt er von diesem Wort und den mei 
sten dazu gerechneten im Ulfilaö nirgends vor. Allein 
es finden sich wohl einige andere Formen, welche An 
stoß geben und die ich nicht verschweigen will, nament 
lich die Plurale Haimos (vicas) Matth. 9,35. Marc. 
6,56. Luc.8,i. Haimo (Gen. Pb) Luc. 17,12, und 
dailos (portionee) Luc. 19,13. Von diesen Wörtern 
kommt nun auch im Sing, dail (poriivnem) Luc. 
i5,12 und haim (vicum) Marc. 11,2. Stic. 9, 52. 
Haimai (vico) Joh. 11,1. vor, und diese Acc-Sing, 
hindern die Ansetzung eines Nom. Sg. auf a, so daß 
baila und haima nach der ersten Deck, gingen. Man 
müßte also anzunehmen wagen, daß von beiden Wör 
tern (welche merkwürdig im gothischen weiblich sind, 
in den übrigen Deutschen Sprachen männlich) die dop 
pelte Form nach der ersten und vierten Deck, stattge 
funden hatte. Vielleicht ist die Sache aber lieber aus 
dem bloßen Uebergang des Lautes ei und 0 zu erklä 
ren (wovon unten), la u fs Pl. laubos habe ich, weil 
das in andern deutschen Sprachen stehende Neutrum 
besser daraus folgt, zu einem Mascul. der ersten Decl. 
gemacht; als Femin. würde es gleichfalls jene Schwie 
rigkeit vergrößern. 
3) Gesetzt, die Endung magathos und nicht meine Ver 
muthung (magatheis) ließe sich darthun, so würden 
auch die unbelegten Nom. Pl. der Wörter: ansts, asans, 
bruths, dauns, deds, dulths, fralusts, andanumfts, 
manaseths, siuns, afstaß und einiger anderer zweifel 
haft bleiben. 
4) Wörter, deren Gen. und Dat. Sg. fehlt, können im 
Zweifel auch Masculina der vierten Decl. seyn. Hicr- 
her.gehörcn namentlich r ahaks, us - drusts (us-drusteis 
slpreäiues) Luc-3,3- dauhts (coena) wovon der Acc. 
dauht Luc. 5, 29. 14,13. ur - rists (resurrectio) Matth. 
27, 53- wrohs (persequuüo) wovon Zoh. 18, 29. 
wrohsc, Gen.pl. 
Starkes Femin. Anomalien. 
1) dauhtar (silia) und swistar (taror) gehen wie das ano 
male brothar. dauhtr (Abi.) Marc. 7,26. dauhtar (Acc.) 
Marc. 6,22. dauhtrum (Abl. Pl.) Luc. 1,5. swistrs (Gen. 
Sg.) Marc. 3,25. swistrjus (Nom. Pl.) Marc. 3,32. 6, 3. 
"roh. 11,3. swistruns (Acc.) Marc. 10, Zv.
	        

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