Full text: Papolleren un Kramenzen

76 
Urdnunge Hallen soll. Sou schwatzede in einem fürt un 
mirkede gar ni, dat em hie de Wind ni günstig wäggede. 
Do dat Mäken nix anferde, wor em sou heit, ose wann hei 
im Backuowen säit. Endlik hörte hei uppe mit Protein, un do 
siügde dat Mäken: dann soll hei sik duch ne düchtige Hous- 
hällerschke nimmen, dat wör für en de beste Rood. Do 
wor de Mann urntlik frauh, dat hei ut der Verlegenheit kam, 
bedankede sik für den gudden Rood un is as Burße van 69 
Johren bi sinen Beukern estuorwen. — 
De Ossenwilm te W. wor auk rei lange ut der Reserve 
un der Landwehr in den Landstuorm ekummen un wor jüm- 
mer nau liädig un laus. Do wor hei upp einmol friggedull 
un verseil upp en prieset Mäken van achteihn Johren, dat 
droug den Kopp sou hauch, ose müßte en Prinz, oder en 
Postbeamte, oder en Serschante kummen. Vam Ossenwilm 
woll't äwwer nix mitten un ging em ut der Wege. Do be- 
giggenden se sik mol in der Twiddeke, bo dat Mäken dem 
Wilm ni gudd utbeigen konnte un Pohl Hallen moßte. De 
Ossenwilm wor innein che ne Schlichtebüste un schmeichelde: 
„Mäken, wat biste wacker, wat biste sou fien! — Dünn 
Hirwest haww' ik äwwer mol lvackere Tufeln arnt un hawwe 
den ganzen Keller vull. Witte se mit mi tüten?" — Dat 
Mäken anferde: „„Och nai, Wilm; ümme Tufeln sie ik grad 
ni verlägen. Wänn ik jümmer 'ne gudde Rindflüischkzoppe, 
un en Stück Broden, un en gudd Gemeuse, un denn auk en 
Gläseken Wien hawwe, dünn frog' ik ni vill noh Tufeln."" — 
Do hädden Ji mol dem Ossenwilm sin Gesichte seihn sollt! 
Dat Mul bliwwte'm mied uopen stöhn un dat Woord im 
Halse sticken, sou hadde hei sik versiert. Dat Mäken äwwer 
wischkede an em vörbie un lachede en düchtig ut. Do ging 
de Ossenwilm en Paar Häuser Widder un 'ne Stiege Johre 
hödder, un fung auk eint, wat tou em passede. Dünn: 't is 
kinn Pott sou scheif, et passet en Deckel drupp.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.