Full text: Papolleren un Kramenzen

mit 'nem Wuorme im Steerde seihn un weit nu auk, bu me 
den Wuorm am lichtferrigsten band maket. In Volke mis 
sen wor en Mann, de verstund et. Ose se dien noh 'ner 
wuormkranken Kouh reipen, bat hei noh der allen Monde 
den Wuorm rutschnieden, Pipper un Salt int Loch ströggen 
un dünn den Steerd faste ümmewickeln soll, siägde hei: „Nai, 
dat döuht jo dem Beiste te weih un't duert auk te lange! 
Jk hawwe zunt en ander Middelken." Do nahm hei gliek 
den Kouhsteerd in sin Mul mang de Tiane un bitt drin, 
dat em dat Bloud ümme't Mul rümme fluott. „Sau", siagde 
do, „nu is de Wuorm daud. Nu gilt der Süße* wat Urnt- 
liket in den Balg, dann is se noh veer Dagen wider gudd!" 
Dat geschoh, un de Kur Hit ehulpen. Jo, de studeerten Doc 
kers sied ni jümmer de kleukesten. — 
En Sichrer sott wiese fiu Salomo. 
Kinn Künnig upp der ganzen Welt 
Hit sou'n gescheutet Urthel fällt 
bu Salomo de Weise dohn/ 
Do üm en Kind für sinem Thron 
twei Wiewer hart sik stridden. 
Do halp kinn Beden und kinn Bidden, 
Dat Kind, wiel 't jeide hawwen woll, 
gedeilt den beiden weren soll, 
Dat jeide grad de Halfschied naihm % 
un sou de Zank te Enge kaim. 
Bu de Künnig alfou to Rechte sprueken 
un befuolen, upp der Stelle dat Mäss' te brüten 3 , 
Do kam gliek de richtige Motter an'n Dag: 
De fälschte de luowet bet Künniges Spruch 
Der äwwer dat Kind ungern: Hiärten lag, 
De schrigget null Angest un reupet fluck: 
' Bezeichnung für Rindvieh. * gethan. 3 gebrauchen.
	        

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