Full text: Kasseler Dichterbuch

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Und auf betn Grund, der auf Erfahrung ruht, 
Baut sich der Mensch ein neues Weltgebäude. 
Hoch ragt es in das All; denn kühner Mut 
Stand Pate ihm und heil'ge Schöpferfreude. 
Und über diesem Werke wacht der Geist 
Des Schöpfers, dast es reiner Wahrheit diene, 
Ob auch der Fälscher dunkle Schar umkreist 
Den Bau mit der Zerstörung Hoffnungsmiene. 
Es steht ein Fels im sturmgepeitschten Meer, 
An dem sich wilde Leidenschaften brechen, 
Und gilt als Hafen feiner Priester Heer, 
Die dort zum Volk mit weisen Worten sprechen, 
Das der Erkenntnis heiligen Besitz 
Um keinen Preis der Erde möchte missen; — 
Des Geistes treuste Waffe ist der Blitz, 
Der ihm gezeigt den Weg zum Weltenwissen. 
Heimkehr. 
Kehr' ich aus dem Leben heim 
Zu des Hauses Schwelle, 
Strahlen mir entgegen zwei 
Äuglein klar und helle. — 
Und es jauchzt ein froher Mund 
Herzlich mir Willkommen; 
Hab mein Bübchen freudig dann 
Auf den Arm genommen. — 
Und es zupft der kleine Wicht 
Mich am Haar geschwinde, 
Und es lächelt heimlich mir 
Glück von meinem Kinde. —
	        

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