Full text: Kasseler Dichterbuch

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Und lassen die Hoffnung nicht schwinden, 
Noch glückliche Landung zu 'finden. 
Doch währt das nicht lange! Von neuem erschlafft 
Der „Ibis". Es naht sich zu Ende 
Der beiden aufs höchste gesteigerte Kraft, 
Erfroren sind Füße und Hände. 
Da endlich — hören sie Hundegebell! 
Ein Ruck an dem Ventile schnell, 
Dann haben nach bangen Sekunden 
Aus Bäumen sie Rettung gefunden. 
Nach Schweden führte die nächtliche Fahrt 
Die furchtlosen deutschen Soldatm, 
Die beispiellos glänzend den 'Mut sich bewahrt 
Und Ruhe und Tatkraft verraten. 
Und sahm in blutiger Feldschlacht auch nicht 
Dem Tode sie mutig ins Angesicht, 
Soll doch die Geschichte einst melden 
Vom Fluge der siegreichen Helden! 
Ermunterung. 
I !' ( ' 
Hinaus in das Leben! Hinaus in den Streit! 
Nicht frommt uns ein zagendes Schwanken! 
Zu Schaffen und Wirken ruft uns die Zeit, 
Nicht ziemet uns feigliches Wanken! 
Wo die Arbeit noch hämmert, der Arm sich noch strafft, 
Wo der Wille die Tat sich erkoren, 
Da wird auch die alles verjüngende Kraft, 
Wird das Glück und der Segen geboren! 
Hinaus in das Leben! Hinaus in den Streit! 
Der Feigling nur pfleget der Ruhe!
	        

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