Full text: Kasseler Dichterbuch

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Tausendfarbig, tausendfältig 
Allnatur. 
Hörst du, wie die Vöglein jubilieren 
Aus dem dünnen Herbstgezweig? 
Kleine Bienen sonst nur summen, 
Heute singen, musizieren 
Sie in hellen, süßen Eeigentönen 
Meiner schönen, 
Wahren, großen Königin. 
Glocken klingen wie Schalmeien, 
Und von unsichtbaren Engelschören 
Schwingen helle Melodeien 
Durch die klare Luft. 
Liner Loten. 
Wir hatten noch so vieles uns zu sagen — 
Du gingest fort. 
Dem Einen nur gilt unser Klagen, 
Dem einen Wort, 
Das auf den Lippen uns geschwebt, 
Doch sie vermochten's nicht zu tragen — 
Daher das Klagen. 
Der arme Falter. 
Ein leichter Falter glitt vorbei 
Durchs Abendwindemeer. 
Ich fragte ihn, wo willst du hin? 
Gr sprach: weiß nicht wohin, woher.
	        

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