Full text: Kasseler Dichterbuch

167 
Doch du, Arabervolk, verzeihe mir, 
Daß ich für roh dich hielt und für verdorben; 
Es ist doch Anstand, gute Sitte hier, 
Wo Unglück so viel Achtung sich erworben. 
Noch bessere Zeiten sehen wird dies Land, 
Zur höchsten Bildung kann sein Volk erblühen; 
Es pochen unter ärmlichem Gewand 
Doch Herzen, die in Mitleid rasch erglühen. 
Km äüdseegestade. 
Glatt liegt im Sonnenglanz das weite Meer, 
Und friedlich ruh'n die schweren Wassermassen, 
Die im Gebirg geboren, weite Länder, 
Zllm Meere strebend, segensreich durchzogen. — 
Doch kommt der Sturm vom fernen Waldgebirge 
Und kündet er von kühlen Felsenschluchten, 
Durch die der Sturzbach brausend tost und sprühet; 
Erzählt er von den schneebedeckten Gipfeln 
Des Hochgebirgs, der Heimat der Gewässer, 
Dann wallen sie empor in Heister Sehnsucht; 
Die Wellen drängen sich zum sand'gen Ufer 
Und überstürzen schäumend sich und suchen 
Vergeblich ihr verlor'nes Jugendglück. 
Kurze U a st. 
Wir ritten schweigend durch das Land, 
Weil wir auf Kundschaft waren. 
An eines Baches Wiesenrand 
Befahl der wack're Kommandant: 
„Latzt uns die Rosse tränken, 
Will kurze Rast dann schenken 
Euch tapferen Husaren."
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.