Volltext: Kasseler Dichterbuch

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Die Juno lachte hell und froh 
Und sagte herzlich: lieber Mann, 
Das kommt ja auch darauf nicht an. 
Wenn du nur freundlich bist zu mir, 
Wie gerne dann verzeih' ich dir! 
Sieh' mal, dacht' da bei sich der Zeus, 
Das ist ja gut, daß ich das weiß. 
Darein zu schlagen mit der Keule, 
Das hat in Zukunft keine Eile. 
Ich weiß mir nun 'ne bessere Art: 
Ich bin zur Gattin mild und zart! — 
'ne kurze Zeit drauf war erledigt, 
Wozu die Keule ich benötigt, 
Und ganz gedrückt, von Arbeit heiß, 
Bracht' ich sie, reuevoll, dem Zeus. 
Der aber lacht und sagt zu mir: 
„Die Keule, sieh', die schenk' ich dir! 
Ich brauche sie nicht fürder mehr. 
Dir, Riese, ward sie nicht zu schwer. 
Behalt' sie drum, du starker Held, 
Und sek uns Göttern zugesellt! 
So ward die Keul' mein Attribut — 
Ich stehe hier in Sturm und Glut 
Und sehe still auf das Getreide, 
So lang' ich oben stehen bleibe!" 
veralte vruselturm. 
Ein alter Freund, im neuen Kleid, 
Schaut über verschneite Lande weit — 
Er grüßt und möchte heut' ohne Zaudern 
Bon alten und traulichen Zeiten plaudern. 
Wie eng begrenzt' er den Horizont! 
Doch von Elternliebe war der besonnt.
	        

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