Full text: Brief von Bernhard Scholz an Louis Spohr

die Verbreitung meiner Arbeiten thun.
Ich kann mich höchstens auf einige Tage
beurlauben lassen, wenn es sich so fügen
sollte, daß ich irgenwo mein Conzert spie-
len könnte. Deshalb verzeihen Sie die Frei-
heit mit der ich mich an Sie wende.
Ich habe kürzlich hier wieder Ihre Jessonda
gehört, u. es drängt mich, Ihnen meinen
tiefgefühlten Dank für diesen Genuß zu
bekunden. Diese schöne, friedliche, harmonische
Musik hat mich, wie immer, tief bewegt.
Ich hätte Ihnen vor Freude um den Hals fallen
mögen. Gestatten Sie mir, Ihnen zugleich
die Darstellerin der Jessonda, Frau Maxi-
milien zu rühmen, die durch ihren einfachen,
geschmackvollen u. innigen Gesang, wie
durch ihr sinniges Spiel Viele zu Thränen
rührte.
Ich möchte Sie zu gerne einmal sehen und
sprechen. Wenn auch aus dem Claviercon-
certe nichts wird, so darf ich Sie wohl in
den Ferien im Sommer einmal besuchen.
Nehmen Sie mein Geplauder freundlich auf;
es ist mir, als wären Sie mir gut, u. das
kommt mir gar viel in den Sinn, was ich

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