Full text: Parentale Brief-Extracten des hochseligen Herrn Joh. Wilh. Uberfeld

L Mensch gantz nicht mehr sein eigen, und ) 
L gleich alles GOTTes was er hat, also ist) 
L seine Kraft aller Kraft, und aller Schwach-) 
Lheit seine Schwachheit, womit er sich nun) 
Agebühren muß, und hat keinen eigenen oder) 
peinigen guten Tag mehr in dieser Welt.) 
^Er muß sein Leben stets in der Hand tra-) 
pett, und solches für die lieben Brüder und§ 
L Schwestern stellen, und darf es nicht mehrI 
^lieben bis im Tod; auf daß das Schwache) 
Calso in dem Starckern wachsen kan, und) 
Lalle hinan komm zu einerlei Gnaden-Er-) 
Lkantniß und Glauben des Sohns Gottes.) 
§ Dieses ist worauf Ew Lieben Rechnung) 
^machen muß,bevorab daß ihr den Bau an-) 
^fanget; klagen über eigeneUnbollkomenheit) 
^und Schwachheiten heißet alhie: im Un-§ 
^glauben aus Christo aus, in dieSelbheit) 
L eingehen, und sein Leben lieb haben. Man) 
Lmuß sich hie stets überformen, und sich also) 
Lin der Macht der Starcke JESU starcker) 
Lmachen als man ist, und sich also selben) 
Avergeßen und verlieren; das heißet über ) 
LNatur im Glauben im Himmel wandeln,) 
^Phil: z - 20 welcher Himel in uns ist, und) 
^das heilige und reine Element heißet, wel-) 
Aches vor Gott stehet. Man machet Ew§ 
L Lieben das Werck mit Fleiß schwer, weilA 
Lder alte Mensch nur Wollust bei Christo) 
Lsuchet, und wenn Jesus dann in sein Lei-) 
Lden eingehet, wird das Thier unmuthig; ) 
Lsolche wetterwendische Gemüther sind auch) 
i- unter uns nicht bestanden, ohngeachtet *
	        

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