Full text: Gedichte

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Nicht doch; denn neben ihm wandert der Ekel 
mit schneidigem Schwerte; 
Und man berührt nicht den Leib, welcher dem 
Henker gehört. 
Wer denn hat dich erwählt? Die Sterne schweigen, 
die Himmel. 
„Aber der Glaube, er spricht; das, was ich 
sühle, ich bin's." 
Wohl; doch ehre nun auch den gläubig knieenden 
Menschen; 
Dich hat die Flamme durchzuckt, ihn hat sie 
milde erwärmt. 
Klar, eine sprudelnde Quelle, entströme die 
Dichtung dem Herzen, 
Daß sie für Bettler auch sei, was sie für 
Könige ist. 
Heben dich mächtige Schwingen, im Fluge bedenke: 
empfangend 
Bist du dem Himmel geweiht, gebend gehörst 
du der Welt. 
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