Full text: De graute Klocke

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„Äwer, Herr Bierbrugger, wo bruggen Se dann das hibsche 
Bier vonne?" froget Vedder Danjel. 
„„Mann, seid Ihr denn noch so dumm, daß Ihr das nicht 
wißt? Seid Ihr denn hinter'm Monde daheim? Alles Bier brauet 
man von Hopfen und Malz,"" spricht der Bierbrugger so rächt 
großhansig. 
„Ne," seiht Vedder Danjel, „wo ich här bin, hon me au en 
Bierbrugger, un der is au Werth wie Se, der brugget zwei Sorten 
Bier un veele billiger. Die erste Sorte macht he von Knottensprie 
(Flachsknotenspreu) un Weidenblädern, un die der zwitten schiddet 
he Wasser in en Maalzfaß un riehrt dodrinne mit 'ner Hoppen- 
stange." — 
„„Das Märchen hat Euch gewiß einmal Münchhausen aufge 
bunden, Mann! Dann sagt auch einmal: wie schmeckt denn solches 
Bier?"" gob der Dicke zer Antwort. 
„Akkerot so, wie Ähre Bier, was ich üben geschwächt hon, 
Hürr Werth! Adjeh!" seihte Vedder Danjel, leihte sin Groschen 
dohin un luß sich von hingen der leste besähn. — 
WaK en ltzälrchen wären well, lrrennnet sech beizeiten. 
Schteht d'r Schollmeister zu X vür sinn Künnern, die Ostern 
in de Schule g'kommen sinn. — Hä erzählt en von Josep: 
„Und seine Brüder verkauften ihn für zwanzig Silberlinge 
an die fremden Kaufleute." 
Hewet der kleine Mosesläwen d'n Fänger. 
„Nun, Moses?" 
„Härr Lähr, lvos hon — wos hon dann die Kauf- 
laiite für d'n Josep werer g'krügt?"
	        

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