Full text: De graute Klocke

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1 Pferd aus der Senne. 2 wiederkäuen. 3 pflastern. 
Mit [inen Güten konnte sik de Ludewig ungerhallen bu mit 
nein Menschten. Vemaft mit dem Senner 1 verstund hei sik diir 
rin diir. Einmol hadde de Ludewig sine Herrschaft np Besenk gefohrt 
un do feilen de Traktemänte für usen Ludewig schlecht ut. Hei 
ging in den Stall; de Güte konnten aut arkoggen.^ Do lachede 
de Senner sou höhnschken. Drup lachede de Ludewig auk un siägte 
für den Senner: „Jiä, Senner, du meinst, wi wören up Visiten 
un Du müßtest im Hawer weuhlen! Hier füllt äwer dat Speul 
dünne ut für mit un für dik." - 
Meist Glücke ose Verstand. Ut dem Ludewig sinem kleinen 
Frünge. dein Karlchen, wor en Cundukter geworen, de hadde up 
Unversetäten de Ökenomigge studeert un heil sik auk für hölfchken 
klouk UN wiese. Na, ein Johr hadde hei tem eisten Mole ivitte 
Riesenwurteln gesägget, dat gawen ganz verbarske Dingere. ose 
Tunpöhle sou dick. De junge Heere wor ganz stolt drup un 
siägte für den ältesten Dagleihner, den allen Seidel ut Wetterburg, 
dei mit den anderen grade am Utmaken wor: „So etwas habt 
Ihr doch noch nicht gesehen!" — „Jo", gaff de Seidel ter Ant 
wort, „dat is wohr; wünn me sou betrachtet, wat Sei in düm 
Johre für ne Arnde maket, dünn mott me buch sägen: Se hat 
weih Glücke ose Verstand." — 
De Herr Amtmann seit auk mol den Hoff nigge plöftem 3 van 
den Eiringer Plösterlüden, dei in der Wiäke plöstert un Sundages 
tem Danze spillt. Hei stund den ganzen Dag derbei iln beschütte 
den Meister, bu hei't ant besten makede, un do siägte de Meister: 
„Herr Amtmann", siägte hei, „et is duch schade, dat Sei sin 
Plösterer geworen sied! Sei hat Verstand van der Sache un 
hüdden't tou wat bringen können!" — 
De Herr Amtmann wor mol dat Schnitzeln mit den: Mäss' 
meude un verseil nu up't Molen; hei molte bett Huow un ne 
graute Heerde Kogge derbi. Do kam de Mürker Schake ut Lützen 
drup tou un wunderte sik ni wennig üwer sinen niggen Kullegen,
	        

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