Full text: De graute Klocke

Noh ’tvet Wiele kam de Müllerschke, de wul in der Kücke tou'r 
Klunterzoppe grade Miehl neidig hadde, un kriegde sik ehr Depetat 
Mich! gliek ut dem Müllenkasten. Da leip de Buer vull Äugest 
wider de Trappe raff un sah nu für dem Kliggenkasten den Mül- 
lenisel stöhn. Sau grad bu dat alle halterne Gesichte an dem 
Müllenkasten de Kliggen utspiggede, frat se de Jsel gliek up. Dat 
war dem armen Buersmann duch tau vill, un et kamen en balle 
de Ohnmachten an; hei nahm Haut un Stack un siägte für den 
Müller: „Müller, wann villichte nau en bieteten für mit 
üewerig bliewen fäll, dann sied sau gut, un schicked et mi 
noh Ässente. Adjüs auf!" — 
')lff nau wat nah Effente gekummen is, wußte min Gewährs 
mann selwer ni te sägen. — 
Borümme de ^ugewürmere' an dem Zsocobbcdder sinem 
Beine ni anbieten wollen. 
En Bein is lichte terbruken. Me kann up glieker Ere fallen, 
stuck geiht de Knute dür un is sau balle ni wider anein geheilt. 
Up Arm- un Beinbrücke verstund sik nu sin Dotter bieter ose de 
Schmid in W. Drünnne hadde de alle Jocobvedder te Sassen 
husen wul rei dusendmal gesiägt: „Wänn mik mal en Unglücke 
üwerkummen soll, dat ik en Hingerbein terbrieken soll, schick' ik nah 
filiern Dotter un noh kinem Zierurgen, blous nah dem Schmid in 
W.; de söll't mi kureeren." — 
Na, unverhofft, kümmt oft. Enes Dages, et war sau üm 
Christdag rümme, fiägte de Jocobvedder für sinen Knecht, den 
Hanjocob: „Junge, spann de Güle an! Wie willt en half Müdde 
Karn nah de Diekmülle bringen un aut Schlahkaken^ für de Kogge 
langen. Un dünn läg en biteken Strauh up den Wagen, do will 
ik mik drup lägen un midde führen. Ik sie ni meih gut te Faule." 
— Nah ner veerel Stunde fahrten se af; de Hanjocob leip gigger 
^ Blutegel. 2 Weltlichen.
	        

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