Full text: De graute Klocke

i schiebt. 2 bücken. 
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Am Hebberg frügt hei Einen oll, 
bo wul de Fürste Wunen soll. 
„Nur immer grade aus/' sägt bei, 
„dann an der Kirche noch vorbei 
und weiter fort bis vor das Schloß. 
Indessen, Mann, so sagt mir bloß, 
was habt Ihr bei dem Fürsten zu verrichtend" — 
De Bur verteilt truhartig sin' Geschichten. — 
Et wor ein sürneihm, sriindlik Mann, 
de red't ein Mouth in, wat hei kann: 
„Ja, geht zum Fürsten hin, sagt ihm dasselbe nur! 
Eur Kittel gilt ihm mehr als manche Staatsmontur. 
Doch halt! Das Frühstück dürst Ihr nicht vergessen. 
Ihr habt doch eins? " — „„Wat kann hei srogen!"" -- 
„Dann wünsch ich viel App'tit zum Essen! 
Um Zwölse geht zum Fürsten hin, 
der ist dem Bauer sehr gewogen!" — 
Wat mochte bat für'n Herr wul fielt ? — 
De Bure deuht, bu em geroden, 
un as de Klocke üvöls geschlohn, 
do stund hei grad bi den Saldoten, 
bet für dem Schluckte Wache stöhn, 
un einer bringt tem Fürst en rup. — 
Bu sperrt hei do de Augen upp! 
Wat hadd' hei olles tou bekucken! 
Nu schüwü en de Saldot ter Dühr herin, 
un hei will rei ganz deip stk ducken, 2 
do süht hei grad G'org Heinrich in't Gesicht, 
de lacht em an, as: „Kennst mich nichtd" 
un redt nau sründliker em tou 
un schlott de Rede endlik sou: 
„Ich hab' die Sache wohl erwogen, 
beit Hauptmann auch zu Rath gezogen,
	        

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