Full text: De graute Klocke

23 
cm jo rciklik hingerloten. Sou lverd auk Guddes Segen, doran 
Olles gelägen is, ni utbliewen. — 
In de Truertied in Waldegge feil nu grade de graute Unrngge 
mit der Reichsdageswvhlgeschichte im grauten diitschken Riete. In 
minem Duorpe ging et ganz still her; äwer an anderen Engen 
sollt se fit auk — na, ik will sägen: „en wennig luut ungerhallen 
hawen," bu de Bäsmenwilm jiimmer für sine Nohbers säget, wänn 
sine Frugge flüchten maßte. Füraff de Herren Eunducters un de 
Herren Lehrers konnten sik in der Tied schlecht verstohn un moßten 
drümme wul olzen härter sprieken. Do ik fürher kine Wohlreden 
gehallen hawe, will ik nohderhand eist recht kine Hallen. Äwer im 
allgemeinen säge ik düt: Jeide Housfrugge luotvet ihre Butter, 
äwer se verachtet dobie duch der Nohberschken ihre ni. Bi der 
Reichsdageswohl luowet jeide Parthei ihren Kannedaten bit in de 
Wolken un maket der anderen ihren sou schlecht, bat sin Hund en 
Stücke Broud van ein nimmen soll. Is bat in der Urdnunge? 
Is bat christlik? Et werd te vil geluogen derbie un dodür konnt 
de bästen Frünge üwer Nacht ganz uneins lveren. Nu simmelir' 
ik drüwer noh, bu me de Sache mit der Wohl ganj in Rugge un 
Freden affmaken könnte un wänn ik bat richtige Middel gesungen 
haive, mist ik et an de graute Klacke bringen. Wei will, kann mi 
derwielen sinnneleeren hilpen. Billichte könnte me 't mol mit den 
Wieweslüden proweeren. Äwer bei konnt auf olzen te gut mit dem 
Mule fürt. Ik meit nau kinen anderen Roth ols Kunrod. — 
Ik mott nau vermellen, dat use alle Reichsdagesabgeordnete 
glick im eisten Gange am 15. Juni miber gewählt is: 
nämlik de Schriftsteller Herr I)r. Friedrich Böttcher; hei wunt 
twors in Barlin, is äwer en richtig Mengerküser Kind un hit 
sin Heime leiw. Hei wor derfür, dat de Saldot blaus twei 
Johre deinen söll, un ivoll auk dafür stimmen, dat in Dütschkland 
jeider, bei Flinte un Säbel drägen kann, auk in den bunten Rock 
söll, domidde wi mit ollen Nohbers in Freden lewen könnten. •— 
Wann de Franzouse mol denket, hei könnte us ungerkriegen, un 
hädde Hülpe dotou, dünn is de Krieg do. Drümme hat ans kürtlik
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.