Full text: De graute Klocke

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Klocke bringen woll, bu sik olles borin regeert Hit. Me kann sik 
dünn noh Johren emol lichter up olles wider besinnen, un villichte 
tiiht auk de eine oder de andere ne guddc Lehre dornt. 
Dat Johr 1893 wor en ganz merkwürdig un wunderbar Jahr. 
De Buren un Gärtners, de Müllers un Schippers, un nnu vil 
andere Lüde werd et sou balle ni vergieten. 
Für us Waldegger wor et dotou auk en Truerjohr, wiel et 
us den leiwen Fürsten un Landesvatter Georg Victor nahm. 
Äwer et Hit us auk den niggen Fürsten geschenket un nau än 
deret Nigget un Guddet in't Land gebracht. 
Mit der Witterunge, bovan jo dat Säggen 4 un Arnten^ 
jüinmer affhänget, fall mine Chronik den Anfang maken. 
Up dat bröüge 3 Johr 1892, meinten de Wedderpropheten, 
fäll wul en n attct 4 folgen. Äwer dat nigge Jahr wor nau vil 
dröüger un heiter ose dat viirige, en richtiget Sunnenjohr. Im 
vergohnen Hirwest un Winter hadde de Erdbuaden balle gar kine 
nigge Füchtunge gekriegt. De Winter 1892/93 brachte starke, an 
hallende Külle,^ wennig Schnei un nau wenniger Regen. Ols im 
Freujohr Daggelvedder intrat, fluot dat Schneiwater gliek de Diemel 
un Eider raff in't graute Meer, wiel de Ere sau deip gefroren wor. 
Dat Freujohr kam tiedig an un verheit vil Guddet. Rog 
gen un Weiten waren sou greun un dicht ut den: Winter gekum- 
men, un't Summerfcld bestallte sik sou wunderscheun, dat ollerwegen 
de Lüde up ne ganz riete Amte huopen konnten, ba de Häüser 
un Schüren bit tcm Ulenloche rut gestoppet vull wären. Wat 
blöggeden olle Obestbäume sau wacker! Un jeide Bleuthe brachte en 
Appellen oder ne Beere oder Zwetschke ter Welt. De Jmmekers, 
bei im Wünschten jüinmer fürut sied, riekenten up vile Schwärme 
UN up en Jahr, ba mal Milk UN Hunnig fleiten fällen. Denn Milk 
un Hunnig kummet binein. Drümme säget de Jmmekers: „En 
Schwarm im Mai is werth en Fouder Heu." — De Kurnhänd- 
lers wollen für den allen Roggen un Weiten nix meih betahlen, i 
i Säen. 2 Ernten. 3 trockene. 4 nasses. 5 Kälte.
	        

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