Full text: V. Teil (5. Teil, 1889)

1. Mit Gott! 
Was in dem Herrn du thust, das wird gelingen! 
Die Ehre ihm, dann ist der Segen dein. 
Er gibt das rechte Wollen und Vollbringen; 
er will im großen stets wie im geringen 
der Herr und Schöpfer aller Werke sein. 
Die Hiind' ans Werk, die Herzen himmelan! 
So wird allein ein gutes Werk gethan. Spitta. 
2. Gluck der Kindheit. 
Zu stehlt in frominer Ettern Pflege, 
welch schöner 8egen für ein Zünd! 
Ihm sind gebahnt die rechten Wege, 
die nieten schwer zu finden sind. Nhland. 
3. Der Eltern Schmuck. 
Cornelia, die Gemahlin eines berühmten Römers, war einmal in 
Gesellschaft römischer Damen, welche mit Edelsteinen, goldenem Schmuck 
und Putz ein großes Gepränge machten. Man bat Cornelia, doch auch 
von ihrem Schmuck etwas zu zeigen. Da ließ die Römerin sogleich ihre 
Kinder kommen, welche sie in aller Tugend sorgfältigst erzogen hatte. 
Diese zeigte sie ihnen mit den Worten: „Da seht ihr meinen Putz,meine 
Pracht, meine Kleinodien und besten Kostbarkeiten." 
Seid ihr auch eurer Eltern Schmuck, Putz, Pracht, Kleinodien und 
Kostbarkeiten? Prüfet euch! Wenn es der Heidin Kinder waren — denn 
Cornelia war eine Heidin — um wieviel mehr solltet ihr als Christen 
kinder es sein! 
4. Das geraubte Kind. 
In den hohen Schweizergebirgen lebte vor vielen Jahren ein braver 
Landmann, der hatte zwei Söhne, Bernhard und Wälti, von denen der 
eine zwölf, der andere aber kaum drei Jahre alt war. 
Einst, in der Mitte des Sommers, gingen Vater, Mutter, Kinder, 
Knecht und Magd ins Feld an die Arbeit, und selbst Tyras, der große 
Hofhund, zog es vor, sich im Felde zu bewegen, anstatt daheim auf dem 
Stroh zu liegen. Die Arbeit begann, und der älteste Knabe bekam nebst 
Deutsches Lesebuch. Ausgabe L. V. Teil. i
	        

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