Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

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latine, sed scribat etiam ex tempore, habeat domestieae conver- 
sionis thema singulis septimanis, modoque vernacule datum eon 
vertat autorum verbis latine, modo latinum locum familiärem, 
nondum tarnen expositum, reddat vernacule. Vorsum quoque la 
tinum aliquando graece referat. Atque ita hujus classis est 
latina grammaticae scientiam absolvere), Prosodik,'8S) Briefe 
in und außer der Schule lateinisch sprechen. Wiese 236; deßgl. 
zu Heiligenstadt, Wiese 284, §n Erfurt 1561, Prgr. 1862, 47; zu 
Weimar 1562, Heiland 18; zu Breslau 1565, Schönborn, Prgr. 
1848, 12; zu Helmstädt täglich 1569, Knoch, Prgr. 1860, 44, 30; 
zu Grimma sagen die Gesetze ca. 1570 sermone tarn apud magi- 
stros, quam apud sosios latino semper utuntor, Wunder, Sacr. 
saec. Jll. ap. Mold. 1850, 33; zu Frankfurt heißt es 1579: sermo 
latinus esto, Helfenstein 140; zu Eisleben soll in den 3 oberen 
Classen nur lateinisch gesprochen werden, Ellendt 135; eben so zu 
Gotha in den oberen Classen 1572, Schulze 56; zu Arnstadt heißt 
es 1583 latino sermone in templis, schola et quibuscunque con- 
gressionibus Utuntor, Uhlworm, Prgr 1853, 29; in der Hofschule 
zu Cassel soll, 1595, die Unterhaltung nur in lateinischer Sprache 
statt finden, Hartwig 34; im 16. Jahrh, sollen die Schüler zu Stuttg. 
schon in 11. lat. sprechen, Prgr. Stuttg. 1864, 33; immer lat. 
sprechen sollen die Schüler zu Herborn, Stenbing 301, deßgl. zu 
Ersenach, Fnnkhäiiel III., 11. Die 1599 publicirte institutio stu- 
dior. societ. Jesu enthält gleichfalls die Vorschrift des Lateinspre- 
cheiis für die Schüler; Raumer 1., 302; Ruhkopf 380. 
8») In Quarta kommt Nachahmung nnb Uebersetzung ans 
Prosa in Verse vor; unter N. Lange aber lat. und griech. Vers- 
übungen. — Melanchthon hielt poet. Versuche für einen wesent 
lichen Bestandtheil der Stylübnngen, Klix. Phil. Melanchthon, 
1860, 18; et' sagte alumnam eloquentiae et paene omnis sincerae 
eruditionis esse poeticen nnb ermahnte seine Privatschüler unab 
lässig, Verse zu machen. Ebend. S. 19. Auch Luther hatte in 
seinem Unterricht der Visitatoren 1538 gesagt, man solle den 
Knaben des 3. Haufens metricam vorlegen, dadurch sie gewöhnt 
würden Verse zu machen; denn diese Uebung sei sehr fruchtbar. 
Anderer Schrift zu verstehen, mache auch die Knaben reich an 
Worten und zu vielen Sachen geschickt. — Schon seit 1500 be 
trieb man gerne. Poesie, weil sie in ihren Abstiche gegen die 
mittelalterliche Scholastik als die sicherste Schule des Geschmacks 
erschien, Ellendt, Gesch. des Gymn. zu Eisleben, 1846, S. 137. 
Zu Dortm. kommen 1583 in 111. Uebungen in geb. und ungeb. 
Rede vor; Mellm. S. 11; deßgl. 1555 zu Eisenach; Funkhänel 
III., 10; zu Weimar 1562; Heiland S. 17; zu Frankfurt 1579;
	        

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