Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

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gegeben. Mit diesen beiden Stunden war der öffentliche Unter 
richt für den Vormittag geschloffen (Ueber Pädagogien später). 
Da man damaliger Zeit um 11 Uhr zu Mittag aß (Zober, Gesch. 
des Stralsunder Gymn. 1839, I., 8, Vierordt, Gesch. des G. zu 
Durlach Karlsruhe, 1859, 55), so begannen die Nachmittags 
stunden wie bei fast allen damaligen Schulen um 12 Uhr, wo 
man mit dem Singunterricht 7S ) in den verschiedenen Classen be- 
um 6. Zober, Gesch. des Stralsunder Gymnas. I., 1839, I., 7. 
Nach der Würtemb. Schulordn, vom Jahr 1559 dauert der Un 
terricht im Sommer von 6—7 und „nach der Morgensuppe" von 
8—10; im Winter von 6—8; 9—10; Nachm, von 12—2 und, 
außer Donnerst, und Sonnabend von 3—4; Schmid, Encycl. II., 
649; zu Weimar 1562 im Winter von 7—10, des Nachm, von 
12—2, ob im Sommer die Lectionen früher begonnen haben, ist 
nicht angegeben; Heiland, Gesch. des G. zu Weimar. Prgr. 1859, 
16; zu Stuttgart im 16. Jahrh. Sommers von 6-7 und 8-10; 
Winters von 6—8 u. 9 IO; Nachm, von 12 2 u. 3—4; Prgr. 
Stuttg. 1864, 31; zu Wesel beginnt d. U. im Sommer und Winter 
in den obern Classen um 6, in den untern um 7 Uhr; Programm 
1859, 27; zu Frankfurt im Sommer von 6, im Winter von 7 
oder 8 10; Gesch. der Schule zu Frankfurt. 1858, 92; zu Her 
born im Sommer von 6, im Winter von 8 Uhr; Prgr. 1863, 
5; zu Schleusingen 1577 von 6-9; Nachm. 12—3; Wiese 289; 
zu Eßlingen 1533 von 6—10; Nachm. 12—4 Uhr; Pfaff, Gesch. 
des gel. Schulw. in Würtemberg; 1842, 54; zu Wittenberg 1645 
von 6—9; Nachm, 12—3; Wiese 259; zu Cassel bei der Hofschule 
im 16. Jahrh, von 6-8; Nachm, von 12—2; Hartwig, Gesch. 
der Hofschule zu Cassel. 1865, 42; zu Dortmund fingen die erste 
Zeit * hindurch die Lehrstunden, auch des Winters Morgens 
um 6, Nachm, um 1 Uhr an. Mellmann, Gesch. des Archig. zu 
Dortm. 1807, 14; in Weilburg Morgens 6—9 Uhr; Eichhoff, 
Gesch. des Gymn. zu Weilburg. 1840, 33, 34; zu Zeitz c. 1550 
von 7—10 und Nachm, von 12—3; Wiese 275; zu Gotha 1606 
von 7 -10, Nachm, von 1-4; Schulze, Gesch. des G. zu Gotha. 
1824, 79; zu Durlach von 7—10 bei den älteren, bei allen Classen- 
schülern von 8-10, Nachmittags von 1—3; Vierordt, Gesch. der 
Schule Durlach-Carlsruhe. 1859, 89; zu Osnabrück von 7 — 9 
und Rachm. von 12 - 2 oder auch wohl bis 3; Hartmann Gesch. 
des Rathsg. zu Osnab. 1865, 19; daß man wie z. B. in Minden 
oder Rudolstadt im Sommer um 6 Uhr angefangen habe, dafür 
finden sich keine Andeutungen; Ebendas. 
73 ) Schon in der Mitte des 16. Jahrhunderts war die Mu 
sikstunde gleich nach Tisch; Ruhkopf 271. Luther sagt in seinem
	        

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