Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

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in Berich, dem Pastor und Küster zu Hemfurt, für ein gräfl. Hof 
lager zu Berich, für Krebse an die Herrschaft, dem Holzförster zu 
Berich, für Papier, Dinte und Pergament zu den Registern, für 
Fuhrlohn*"). 
Außer der angeführten Geld- und Fruchtbesoldung aus der 
Bericher Oeconomie bezogen die Lehrer auch Schulgeld 275 ). Jeder 
ankamen und daselbst bis Freitag Abend verharrten, ist an aller 
hand Proviant zur Küche und sonst durch die Meier berechnet 
81 Fl. 5 Alb. 6 Pf., für ein Kalb 1 Fl. 9 Alb., für ein Rind 
2 Thlr. 22 Alb. = 3 §t. 3 Alb., für 4 Lichter von Wildlingen 
14 Alb., für 10 Biergläser 4 Alb., für 12 Weingläser 6 Alb., 
für 3 große „Duppen" 3 Alb., für 11 Pfd. holländischen Käse 
22 Alb., für */* Kalb zu Waldungen 15 Alb. 4 Pf., zu Corbach 
5 Pfd. Lichter 17 Alb. 4 Pf., für Wecke 8 Alb.; noch für eilt 
Kalb 1 Fl. 9 Alb., noch für Biergläser 2 Alb., noch für Lichter 
7 Alb., für 4 Loth Ingwer 3 Alb., für Seyffe u. s. w. 1 Fl. 
4 Alb., für Weizenmehl vom Bäcker zu Waldeck 1 Fl. 4 Alb., 
sonst Korn 4 Mütte 1 Metze und Hafer 10 Mütte. Donnerstags 
d. 25. Juni 1590 ist Graf Frantz samt Wild. u. Eisenb. Räthen 
zu Berich angekommen und bis Sonntag verharret, ist damals an 
Kost, Wein und Bier, Hafer u. A. verthan: Von dem Weinherrn 
zu Corbach 15 Viertel Wein für 16 Fl. 18 Alb., noch vom Wein 
wirth zu Waldeck 9 Viertel, das Viertel für 33 Alb., mit Boten 
lohn 11 Fl. 9 Alb., Bier 10 Ohm von Corbach (25 Thlr.) 
28 Fl. 19 Alb., desgl. 14 Viertel zu 1 Fl. 16 Alb., 5 Scheffel 
Mehl verbacken 5 Fl. 4 Pf., für Wecke 14 Alb., für Rindfleisch 
14 Alb., 2 Kälber, jedes 1 Thlr., trocken Rindfleisch 17 Alb. 4 Pf., 
für 2 junge Lämmer 16 Alb. 4 Pf., für 49 Pfd. Speck 3 Thlr. 
17 Alb. 2 Pf., für 15 Pfd. Butter, verkocht und verspeis't, 1 Fl. 
6 Alb. 6 Pf., für Gewürz, Lichter, Wein- und Biergläser 2 Fl. 
10 Alb. 2 Pf., für Essig 12 Alb., dem Koch 1 Fl. 18 Alb. 4 Pf., 
in die beiden Küchen der Meierschen sammt dero Mägden 2 Fl. 
8 Alb., an Hafer draufgegangen 7 Mütte, ä 1 x /s Thlr.; Sa. 92 Fl. 
12 Alb. 6 Pf. h. 1593: Für 40 Krebse 12 Alb., nach Arolsen 
Botenlohn 9 Alb. i. 1593: Dem Holzförster zu Berich, außer 
Fruchtbesoldung, 18 Alb. zu Schuhen; desgl. 1607. k. Für Pa 
pier, Dinte und Pergament 1 Fl. 8 Alb. 
274 ) 1607: Ausgabe Fuhrgeld, so nach Corbach den Collegen 
ihre Fruchtbesoldung gefahren, von jedem Mütte Korn 6 Alb. und 
von dem Hafer 3 Alb. = 19 Fl. 9 Alb. 
* 76 ) Geringes Schulgeld kam schon im Mittelalter vor: zu Ham 
burg im Anfange des 13. Jahrh, jährlich für I Scküler 100 Pfennige; 
Meyer, das Hamb. Schulwesen im Mittelalter. S. 133. 159; zu 
Braunschweig wird Schulgeld 1370 erwähnt; Dürre S. 8; Arme
	        

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