Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

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erstes Erfordern dieselbige in Jegenwertigkeit vnser Gn. Herren 
Verordneten und vorberurter von der Ritterschaft vnndt Stette 
gewißlich thun vnndt liffern konnte. Das auch das Kesiduum, so 
er schuldig pleiben wirt, gewißlichen in der Schullen Aerario zu 
finden sey, bey Vermeidung gepurlichen Straf. Zehrung — 
„So soll der Oeconomua auch sonsten niemandt, wer der auch sey, 
hinfurter kein Zehrung weiter ausrichten, aufierhalben was auf 
dero praeceptorum Ahnzeig laufen werden, darinnen er gleichwoll 
mit Vorwissen der Verordneten handeln soll — — Vndt soll jar- 
lich des Oeconomi Rechnung auf Montag nach Oomiersionis Pauli 
zu Corbach ihm Oollegio abgehöret werden, vnndt zu Behuf vnser 
Gn. Herren Rethe des Sontags neheft zuuor gegen Abendt alhir 
einkommen. Darnach der Oeconomus Fertigung seiner Rechnungen 
gewißlich vnndt eigentlich sich zu richten. — Register. Soll der Oeco- 
mu8 vierfacht in kotio fertigen vnndt vbergeben, deren eins in den 
gemeinen Kasten vffm Rathhauß zu Corbach hingelegt vnndt die 
übrigen drey vnsern G. Herren vbergeben werden. — Unter 
schrieben: Vf ratisication vndt weitere Anordnung Anthon Holman 
den 17. Octber 1578. Die erste Rechnung über das volle Jahr 
1578 ist überschrieben: Rechnung über Einnahme und Ausgabe 
aller Gefälle in die Oeconomie der Schule zu Corbach gehörig, 
vom ersten Januarii des Jahres Christi 1578 bis auf den letzten 
Decembris Anni ejusdem vor Gräflichen Waldeckischen Räthen und 
beygeordneten von der Ritterschaft, auch Bürgermeistern der Städte 
Corbach, durch mich Johann Limpergern, Oeconomum, gethan. 
Oeeonomi waren: 1577 — Michaelis 1588 Joh.Limperger^), 
"0 Joh. Limperger war geb. aus Corbach; er hatte die 
Rechte studirt; 1566 wurde er publicus judex; er wird vir doc- 
trina et judicio praestans genannt. Im I. 1577 wird er Oeeo- 
U0MU8 des Gymnasiums; als solcher legte er ein lebhaftes Interesse 
für das Gedeihen der Schule zu Tage. 1583 war er causidicus 
und Stadtrichter. 
Im I. 1596 war er bei Freienhagen todtgefunden, wahr 
scheinlich in Folge des Trunkes, dem er ergeben. Jeremias Nico 
lai hat in seinen Annalen (1596) folgende Nachricht: Hoc anno 
in Septembri Johannis Limpurgi, civis et judieis Corbachiani, 
Corpus non procul a Freienhagen in valle quadam repertum est 
mortuum et dubitatur etiamnum qua ratione hic vir occubuerit.
	        

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