Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

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Instruction zu verfahren. Es heißt darin u. A.: Abgerechnete 
Register. Eß soll der Oeeonomu« förderlichen ein beschlagenen 
Kasten mit vier Schlossen lassen fertigen, darin die abgerechnete 
Register vnd andere der Schullen Handelung soll reponirt werden. 
Der Schlüssel zum selben Kasten sind drey unseren Gn. Herren, 
nemblich jdem Stamb einer vnndt der vierte dem Rath zu Cor- 
bach ahn Statt der Ritterschaft vnndt Stette zu stellen. — Aera- 
rium. Vber das soll der Oeeonomu« ein woll verwahrte Trugen 
fertigen lassen mitt dreyen Schlossen versehen, zu milchen zween 
der nehest gesessenen von Adell als etwan Arnolt von Viermundt 
vnndt Goedert Wolmeringhausen ahn Statt der Ritterschaft, den 
anderen Bürgermeister im Nahmen der Stette dieser Grafschaft 
vndt dan den dritten Schlüssell der Oeeouomu8 der Schullen 
in Verwahrung haben soll. In diesse Trugen soll der Oeconomus 
alle Auffkumpften ahn gesellen, so viele deren ahn Geltt der 
Schullen, in Jegenwertigkeit etlicher des Raths vnndt dan einer 
vorbemelter von Adell verschleissen. — Vnndt sollen vorgerurte 
beide Kasten bey dem Rath zu Corbach vfs Rathauß daselbst ver- 
wahrlichen Hingesetz vnndt daselbst enthalten werden. — Jegen 
Ablauf des Jahrs soll der Oeeonnmu« mit seiner ganzen Jahr- 
Rechnung so bald sich vollkommen gefast machen, also das er auff 
845 M. 10 Mtz. 1 B., 1589: 8O3 M. 1 B., 1591: 814 M. 
9 Mtz. 1 B., 1593: 57 M. 11 Mtz., 1594: 68 M. 8 Mtz., 
1597: 90 M. 10 Mtz., 1599: 57 M. 13 Mtz., 1606: 62 M. 
11 Mtz., 1616: 47 M. 8 Mtz. (4 Becher bilden 1 Metze, 16 
Metzen 1 Mütte.). 
Die Unregelmäßigkeit ist theilweise dadurch zu erklären, daß 
manche Bezahler säumig waren, z. Junker Joh. v. Geißmar, G. 
v. Wolmeringhausen, und verschiedene Gefälle von den Hosver- 
waltungen zu Naumburg, Wildungen, Waldeck und Arolsen streitig 
gemacht und innebehalten wurden. So kamen z. B. die Gefälle 
von Altenstedt und Altendorf beständig nach Naumburg, Einnah 
men von Fischereien und Zehnten, z. B. zu Giflitz, nach Wildun 
gen, Waldeck u. s. w. Namentlich behielt die Gräfin Barbara 
Fruchtgefälle aus Bringhausen und Altenstedt inne; den 30. März 
1580 bitten sie selbst die Grafen Franz, Josias und Günther 
friedlich um Herausgabe „daß diese Güter nunmehr zu christlichen 
Gebräuchen angewendet werden können." Mit dem I. 1593 scheint 
größere Einheit in das Rechnungsswesen gekommen zu sein.
	        

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