Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

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zu vergleichen und deshalb keinen Dienst mehr verwalten und 
nichts zu seiner Leibes Nothdurft erwerben könne, ihm, der 46 
Jahre lang Kirchen und Schule bedienet, eine Steuer und Almosen, 
um Gottes und der christlichen Liebe willen, geben zu wollen. 
I. Lückel war verheirathet: 1601 d. 9. März wurde sein 
Söhnchen Hadrianus, 1603, den 3. August Josua, 1605, den 
17. März Ditmar getauft. 
6. Caspar Cordts vom Herbst 1606 — 1613. Vrgl. über 
ihn unter den Conrectoren. 
6. Praefecti sextae classis. 
1. M. Conradus Weltherus von Ostern 1579 — 1583. 
Vrgl. über ihn unter den Lehrern der 4. Cl. 
2. M. Johannes Speirmann aus Mengeringhausen 
(wahrscheinlich ein Sohn des Joh. Speirmann, der 1596 zu Menge 
ringhausen 97 I. alt starb), war seit 1582 bis d. 28. Mai 1584 
Praeeeptor classis septioiae an der Schule zu Corbach und bis in 
den Februar 1593 Praeeeptor Lextae. Wenn er M. genannt 
wird, so soll das Magister, d. h. Lehrer heißen. Er selbst nennt 
sich 1586 Coliega der Schulen zu Corbach. Am 11. Febr. 1593 
wurde er als Pastor zu Adorf ordinirt und eingesetzt. Er starb 
daselbst d. 5. April 1609. Seine Frau, Hedwig, eine geb. Hoppe 
aus Corbach, starb 1611 im Juli zu Corbach an der Pest und 
3 Kinder folgten ihr an derselben Krankheit: d. 3. Aug. Ricus, 
d. 12. Aug. Cäcilia und d. 13. Aug. die jüngste Tochter. 
3. M. Conradus Nymphius, Sohn des Superintendenten 
Georg Nymphius zu Corbach, bemühte sich, nachdem er zu Mar 
burg studirt und daselbst graduni magisterii erlangt, 1593 um die 
Stelle an der Sexta des Gymnasiums. Den 31. Februar e. a. 
wußte märt noch nicht, ob er befördert werden würde, da L. He- 
renclau noch am 23. Jan. das Versprechen des Grafen Franz 
hatte, zu dieser Stelle befördert zu werden. Der Superintendent 
Nymphius brachte es aber doch dahin, daß sein Sohn die Stelle 
erhielt; er hatte feine bereits über 30 Jahre dauernde Dienst- 
thätigkeit betont. Auch hatte sich die Stadt Corbach auf Bitten 
des Superint. Nymphius für ihn verwendet: „Er sei nach seinen
	        

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