Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

l52 
jetzo der Schulen zu Sarbrücken Rectoren, rc." 2 ^). Ursinus nahin 
den Ruf an^ 8 ). Von seiner Wirksamkeit zu Corbach ist nur 
wenig bekannt. Von Lectioneu unter ihm ist oben gesprochen. 
Im I. 1609 im Rovbr. und 1610 gab er grammat., rhetor. und 
dialectische Fragen im Gymnasium zu Disputationen auf; bei einer 
war Joh. Mr. Wolf aus Speier Respoudens. Im I. 1610 wurde 
unter seinem Vorsitz eine logisch-metaphysische Disputation de 
Numero causarum, de ordine carundem et quarundam inter ipaas 
communitate, ßespond. Ditmar. Platenius Corb. gehalten, im I. 
1613 hielt er 2 Disputationen: Assertiones Philologicae et Critico- 
Grammaticae, quibus errores inprimisPetri Rami aliorumquecandide 
emaculantur (handschriftliche Nachr.). Sein Styl wird von Vogel 
non pnru8, 8ed biuleu« et a8per genannt, was in der That der 
Fall ist. 
Daß man mit seiner Wirksamkeit auch in Corbach sehr zu 
frieden gewesen sei, geht aus der Thatsache hervor, daß ihn die 
Grafen, als er 1610 nach Sarbrücken, wo man seiner dankbar 
gedachte, zurückberufen werden sollte, nicht ziehen lassen wollten. 
Es traf folgendes, beit Ursinus ehrende Schreiben von dem 
Grafen Ludwig von Nassau an die wald. Grafen Christian und 
Wolrad ein: 
Aus E. L. L. Schreiben habe Ich mit mehrern vernommen, 
was Dieselben an mich vorbittlich wegen Ihres Rectoris zu Cor 
bach M. Wilhelmi Ursini freundlichen gelangen lassen, mit An 
ziehung etlicher motiven, warum Sie ihn seines Dienstes nicht 
erlassen können, sondern bey sich aufhallen müßten. Nun wollen 
E. L. L. mir gewißlich glauben, daß ich nicht weniger Ursach hätte, 
gedachten ürsinum dahin zu vermögen, daß er seinem gethanen 
Versprechen und Zuschreiben ein Genügen thäte, weil ich darauf 
217 ) Archiv. 
218 ) In Saarbrücken war sein Diensteinkommen 150 Gulden 
(d. G. zu 29 Alb.), 18 Malter Korn, 18 Malter Hafer, Schul 
behausung zur Wohnung, Minervalia, so je zu Vierteljahr fällig. 
Jnfcriptionsgebühr gehört dem Rectori allein: von nobiJibus 1 
Gulden, von anderer voruehnter Leute Kindern je nach Gelegenheit 
V- Thlr. oder Gulden, von gemeinen Leuten 1 Ortsgulden, 
4 Wagen Heu. Wiese a. a. O. S. 407.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.