Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

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1586 den Rector Jungmann zu Cassel ausersehen; dieser schlug 
die Stelle jedoch aus (vrgl. Iuugmann). Ebenso trat auch Li 
borius Otto von Ellerich nicht ein, mit dein 1587 unterhandelt 
war. Da wurde M. R. Lange zum Recror ernannt. Lange 
war in Bremen gebor« und wurde, nach zurückgelegten akade 
mischen Jahren unb erlangter Magisterwürde, am Pädagogium zu 
Bremen Lehrer; er muß aber nur kurze Zeit das Amt verwaltet 
haben. Wahrscheinlich war er schon 1579 in Marburg, weil da 
selbst Theses vor, ihm gedruckt wurden; sicher finbeu wir ihn 1582 
daselbst: im Juni dieses Jahres dichtere auf seine Vermählung 
zu Marburg mit der Tochter des d. 12. Novb. 1581 verstorbenen 
Professors Beruh. Copius, Anna, der Pros. R. Gockel ein Hoch- 
zeitsgedicht 204 ). Lange mag in Marburg Privat-Docent gewesen 
sein als er selbst im November d. I. eilt Gratulationsgedicht und um 
1583 eilt Hochzeitsgedicht daselbst beransgegeben. Als mm der 
Conrector (oder nach Vogel Prorector) Germberg von der Schttle 
zu Corbach den letztert März 1586 abgegangen war, trateit die 
gräst. Räthe zu Corbach mit Lange wegell dessen Berufung alt 
diese Stelle in lluterhaltdtung. Er traf deßhalb d. 28. Mai in 
Corbach ein und wartete bis den 5. Jmti aus Bescheid; nach 
Marburg zunächst zurückgekehrt, traf er von da auf Vitus zu Cor 
bach wieder ein und wurde nun zur Verwaltmlg des Conrecto- 
rats^os) augenomniell. „Sein 8npellex wurde auf zweien Wagerl 
von Marburg nach Corbach gefahren. Der Universttäts-Fuhrniann 
fuhr seine familiarii und den übrigen nolhdürftigen Hausrath nach 
Corbach zrl zweyenmaten." Jnr Herbst 1586 nerint Lange sich 
Rroreolor 8ebolae Corbachianae und versah als solcher noch 1587 
und 1588 die vices eines Rectors. Den 14. April 1589 nennt er 
sich Designatus scholae Wald. Reet. Inauguration u. Introduktion 
des Rectoris it. Conrectoris sollte den 23. April 1589 vorgenommen 
werden. Der Rector war vorher auf dem Depulaiions-Tage der 
-04) Abgedr. in Liber sei. carmm. R. Goclenii. iVlarp. 1606. 
p. 338—343. Mit Unrecht sagt v. Steinen, St. V. S. 1427 die 
Hochzeit habe zu Herboril siattgesullden. 
2 oö) Daneben hat er „auf weiteres Begehren auch die Mühe 
des Rectorats" auf sich genonlmen.
	        

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