Full text: Geschichte des Gymnasiums zu Corbach (I.)

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vom Jahre 1579 — 1616, mit vorausgeschickter! Nachrichten über 
das Schulwesen der Stadt Corbach vor und nach der Reformation 
bis zur Gründung der Landesschule. 
Die Quellen, aus denen ich geschöpft habe, sind der 
Hauptsache nach handschriftliche. Am werthvollsten sind die 
betr. Acten im Fürstl. Archive und in der Consistorial-Registratur 
zu Arolsen, die Schul-Acten des Gymnasiums, unter denen vor 
zugsweise die s. g. Matrikeln, vom 1.1682 beginnend, zu nennen 
sind und die Acten der städtischen Registratur zu Corbach. 
Von den betr. Behörden ist die Benutzung all dieser Materi 
alien dem Vers, in liberalster Weise erlaubt worden, wofür ich 
mir nicht versagen kann hier öffentlich meinen Dank auszusprechen. 
Aber auch die handschriftlichen Sammlungen von Director 
I. W. Vogel „Collecianea ad historiam Gymnasii Oorb.“ und die 
von Kirchenrath Varnhagen gesammelten 'Nachrichten, hauptsächlich 
über die Lehrer, haben treffliche Ausbeute gewahrt. 
Wo gedruckte Nachrichten benutzt werden konnten, sind 
diele stets sorgsam angeführt worden. Am ergiebigsten waren 
außer den oben angeführten Arbeiten von Carl Curtze verschiedene 
Programme, namentlich für Darstellung der inneren Verfassuugs- 
geschichte. Vom größten Werthe in dieser Beziehung sind die 
Sammlungen von Programmen aus dem 16. und 17. Jahrh, 
von Kirchenrath Varnhagen*) und betn ehemaligen Rector des 
Gymnasiums zu Corbach, späteren Professor der Geschichte an der 
Universität Wittenberg, Conrad Samuel Schurzfleisch, deffen lite 
rarischer Nachlaß in der Bibliothek zu Weimar aufbewahrt wird. 
Ohne diese Programme wären wir ein volles Jahrhundert nicht 
im Stande eine einigermaßen befriedigende Darstellung der inneren 
Entwickelungsgeschichte des Gymnasiums zu geben, da sie für diese 
wegen der theilweise in ihnen enthaltenen Lectionsverzeichniffe so 
zu sagen die einzige Quelle sind. Uni so mehr ist es zu bedauern, 
daß sie nicht sämmtlich erhalten sind. Haben die Programme aus 
der 2. Hälfte des 17., dem ganzen 18. und den 3 ersten Decennien 
*) Diese sind von mir im I. 1858 der Bibliothek des Gym 
nasiums geschenkt worden.
	        

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