Volltext: In Frührot und Abendschein

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Das schon seit Jahren hier in Friedenau 
Ihm Sonntags Labung reichet und Genuss. 
Wie freut er immer sich auf diese Stunde, 
Da mit dem Freund er wechselt die 
Gedanken! 
Heut’ tat’ er’s doppelt, denn der Kantor hat, 
Der edlen Rauchkunst lange sich enthaltend, 
— Schwer hielts, allein der Arzt wollt’ es 
so) haben -— 
Sein liebes Pfeifchen wieder hergeholt. 
Die Gattin hob zwar drohend ihren Finger, 
Doch meint der Pfarrer wichtig: „Schadet 
nichts! 
Ein gutes Zeichen, wenn die wieder 
schmeckt!“ — 
Und kräftig ziehend, fährt. er scherzend fort: 
„Wer lange raucht, so heisst es, der wird 
alt? — 
Nun sitzen sie gemütlich da beisammen; 
Aufsteigen blaue Wölkchen, Ringelein, 
Bis eine Wolke hüllt die beiden Alten. 
Die Kantorin besorgt den Kaffee spendet; 
— Marie ging mit der Jugend in den 
Wald. — 
Hinstellt sie jetzt die Kanne mit Bedacht. 
Denn einst zur Hochzeit ward sie ihr 
geschenkt
	        
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