Full text: Die Königliche Geschützgiesserei in den Jahren 1855 - 1905

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Maschinen verschiedenster Art znr Aufstellung, Dampfmaschinen 
und Kesselanlagen wurden beträchtlich vermehrt. 
1872 wurde die Gasanstalt von der Artillerie-Werkstatt 
übernommen, unter deren Verwaltung sie bis dahin gestanden. 
Die Anlage war 1868 auf dem rechten Spreeufer erbaut 
worden. Der Betrieb wurde mit 5 Oefen, den entsprechenden 
anderen Apparaten, einer Dampfmaschine und einem Gasbehälter 
eröffnet und hat bis heute wiederholt erheblich erweitert werden 
müssen. 
Anfang der 70er Jahre wurde der Bau einer selbständigen 
Geschoßfabrik in Spandau beabsichtigt. Die Geschützgießerei 
erhielt daher den Auftrag, die neben der Gasanstalt auf dem 
rechten Spreeufer gelegenen Wiesen anzukaufen. Dieser Ankauf 
erfolgte 1872. Als später der Entschluß gefaßt wurde, die 
Fabrik in S i e g b u r g zu errichten, blieb das Grundstück 
vorläufig unbenutzt. 
1875. 
Ohne im einzelnen auf die vielen Aenderungen und Neu 
schaffungen der letzten Jahre einzugehen, wollen wir uns vor 
Augen stellen, wie unsere Fabrik nunmehr im Jahre 1875, 
also 20 Jahre nach ihrer Uebersiedelung aussah. 
An Personal waren vorhanden 4 Artillerie-Offiziere, 
3 Zeug- und Feuerwerksoffiziere, 4 Betriebsführer, 2 Chemiker, 
13 Zeugfeldwebel bezw. Sergeanten, 3 Ober- bczw. Feuer 
werker, 2 Hilfsschreiber, 1 Hausdiener, 1 Pförtner, 2 Nacht 
wächter, 1 Zeichner, 11 kontraktliche, 9 nichtkrontraktliche 
Meister und Meistergehilfen. 843 Arbeiter verteilten sich wie 
folgt auf die einzelnen Betriebe: 
Gesellen: 
Tagelöhner: Im 
Ganzen 
Geschützformerei 
12 
3 
15 
Geschützgießerei 
43 
28 
71 
Munitionsgießerei 
85 
59 
144 
Umgußwerkstatt 
24 
23 
47 
Pntzwerkstatt 
2 
20 
22 
Geschoßwerkstatt 
113 
66 
179 
Schmiede 
14 
— 
14 
2 Bohrwerkstätten 
117 
85 
202 
Schlosserwerkstatt 
54 
6 
60 
Tischlerei 
7 
1 
8 
Marirer 
9 
— 
9 
Dampfmaschinen 
11 
6 
17 
Gasanstalt 
5 
7 
12 
Hofarbeiter 
— 
43 
43 
Summa 
843 
Es wurden hauptsächlich 12 cm Kanonen 73 und krz. 
15 cm Kanonen, außerdem auch lg. 15 cm Kanonen mit 
Flachkeilverschlnß und 21 cm Mörser gegossen und bearbeitet,
	        

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