Full text: Joh. Karl Ad. Murhard, (1781 - 1863), Staatsökonom und Wirtschaftspublizist aus der Frühzeit des deutschen Freihandels (Teil 2)

CC) Das Recht der Nationen auf Verfassungen. 
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Das 400 Seiten umfassende Werk ist. ebenfalls. an. den 
letzten zwanziger Jahren geschrieben, aber erst 1832 
in Druck gegeben worden. Seine Thematik ist so aktuell, 
daß sie als Fortsetzung einer Reihe staatsrechtlich- 
politischer Schriften angesehen werden kann, deren Her= 
sausgebe Murhard, schon sei5. Jahren. Dlant. 
Murhard sieht voraus, daß man ihn wegen dieser Schrift 
als Revolutionär verdächtigen werde. Aber das sei er 
seit langem gewöhnt. Auch dürfe sich ein Mann, der aus 
reinem Gewissen für Öffentliche. Interessen kämpyferx 
fechten will, durch. solche Vorwürfe. der Stabilitäts- 
und Reaktionsmänner der Gegenwart nicht irre machen las- 
sen. "Laßt uns darum nicht müde werden, mit Mut und. Be= 
geisterung für. der euroväischen Menschheit Freiheit: und 
R.ol. Va Ü Wiedergeburt zu kämpfen" ( - 
Für Murhard hat es sich gezeigt, daß nichts den Thronen 
und ihren Inhabern mehr geschadet hat als die Heilige 
Allianz, die nur von Fürsten und ihren Kabinetten redet 
und die von Xechten der Völker nichts wissen will. Sätze 
die Murhard unweigerlich zum Prozeß geführt hätten, wenn 
er’ sie zur Zeit ihrer Niederschrift auch veröffentlicht 
hätte. Immer wieder offenbart es sich, daß ädie Macht, 
die ihren "bileiernJYen Thron im Osten der alten Welt" 
hat, und jene andere, die ihr "freies Reich im Westen, 
in der neuen Welt aufgeschlagen hat", auf einander stos= 
sen werden, Mitteleuropa, das voller wunder Stellen ist, 
wird der Kampfplatz dieser Auseinandersetzung werden 
Im Hinblick auf die Ereignisse der französischen Revolus= 
Sion wirdt Murhard die Frage auf, ob es denn kein Mittel 
gebe, erneutes Blutvergießen zu vermeiden? Cb denn die 
Fürsten nicht durch das Zrgebnis dieser Katastrophen ge= 
warnt sind? In den letzten vier Jahrzehnten sind nach 
Murhards Meinung das Gefühl der Menschenwürde und Men= 
schenrechte und bürgerliche Freiheit allüberall verbrei= 
tet; diese Mündigkeit der Völker ist nachgerade offenbar 
geworden. Und dem Gang dieser Entwicklung kann nichts 
dauernd Hemmendes entgegengesetzt werden. Der Frieden 
wird nicht geschlossen werden zwischen Fürst und Regie= 
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