Full text: Joh. Karl Ad. Murhard, (1781 - 1863), Staatsökonom und Wirtschaftspublizist aus der Frühzeit des deutschen Freihandels (Teil 2)

(Foppzetzung zu 4iff. 6 ) 
ß Ge Auch die hessischen Landgrafen gehören seit geraumer ZeitZ zu den 
Kleinfürstlichen Reformern.(vergl.die FestNr. des landwirtschaftli- 
chen Wochenblattes für Kurhessen u. Waldeck,Kassel,2.10., 1965) 
Vier Fürsten sind es,die sich mit Refkrmen der damaligen Zeit befas- 
sen.=So landgraf Karl(1670-1730) ‚Wilhelm dA, VIILI. (1730-1760) ,Friedric 
d.1I1I(1760-1785) und Wilhelmd. IX, (1785-1803 ;später als Kurfürst Wil- 
helm 4,.I.(1803-1821).Dieser kann allerdingshur mit Einschränkungen 
in die Reihe der Vorgänger eingeordnet werden.=Landgraf Karl errich- 
tet wohl die erste staatliche Baumschule in. De wtschland.Auf ihn geh 
der Großgärtnereibetrieb zuräck.Anstelle des unrentabel gewordenen 
Weinbaus im Werratal eröffnet er Beratungsstellen für den Landmann, 
der sich auf KiRchenanbau umstellen soll.Noch heute geht der Ruf der 
Kirschenkus dem Werratal auf diesen Plantagenbetrieb, zurück, =Frie- 
drighA.II. bringt. ganz Hessen zu einer wirtschaftlichen und sozialen 
Blüte(vr.0. "Kassel im 18,.Jh.])u@. der, Geamtdarstellung des 1.Kapitels)= 
Wilhelm d.IX,bezw. Wilhelmd.I. setzt diese Reformen,den Wohlstand 
der Bevölkerung in. Stadt u.Land zu heben,fürt,läßt aber bald in. sei- 
Hem anfänglichen: Eifer nach u. beschränkt sich auf. das Gebiet; der 
Landwirtschaft.DEe/ kündigt £n. der Casselichen Polizei=u.Commerzien- 
zeitung. kündigt er die"Monatsbogen für den Landmann in und unflessen" 
an,ecin Blatt,das- heute nochals Wochenblatt floriert.Es sind die Lehr 
ren der französischen Physiokraten,die seit etwa 1750 dazu aufrufen: 
LLiebt u. ehrt den Ackerbau,er ist.,..die Wurzel eines States”.Da- 
mals beginnt man mit.einer rationellen Wadl=u.Viehwirtschaft.Jm 1li- 
beralen En gland macht sich die Freiheit der gesamten. Wirtschaft in 
den Jdeen des Freihandels bemerkbar.Aber der Staat bemüht sich auch, 
die Lage der Bauern(Frierich II.) zu verbessern,die Hand=u.Spann- 
dienste zu mildern,Bestrebugen,die dann imKönigreich Westfalen auf 
eine für damals unbekannte HShe in Hessen führen,getragen von. den 
Forderungen der franzöischen Revolution von 1789.=Liebig(1803-1875), 
Thünen(178%-— 1850) u. wor allem Thaer weisen öfters auf das König- 
reich Westfalen hin.Auch der hessiche Adelgeht mit; diesen Plänen wie 
der Frhr.v.Troßt zu Solz=JImshausen,obschon Wilhelm keineswegs adels- 
freundlich ist(vergl. die spätere Bemerkung über den Gesinnunggeno£ 
Sen.des Herrn v.Trott: zu. unsere Gesamtdarstellung2 Überprüft man 
diese Maßnahmen,so stehen sie alle im Zeichen des aufklärerischen 
Absolutismus, = =
	        

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