Full text: Joh. Karl Ad. Murhard, (1781 - 1863), Staatsökonom und Wirtschaftspublizist aus der Frühzeit des deutschen Freihandels (Teil 2)

7 
Was auf solche veise an HERE AG gekommen, 
ist unerhört,. such veon.die Anteilnahme der. öffentlichen 
Meinung dem liberalen Geaanken beachtlichen Auftrieb ge= 
geben hat, 
Der vormärzliche Liberalismus, dih.“ also die Zeit von 
der Jahrhundertwende bis zum’ Jahre 16848, istiin der wiss 
senschaftlichen Literatur nicht allzu häufig untersucht 
worden. Und vo: es geschehen ist, da stehen sich Auffass 
sungen und Urteile, oft‘ in schroffem Gegensatz‘ gegenüber. 
Wirshaben uns. darüber. orientiert und. das Fenien. eines 
geschlossenen Gedankensystems als den hauptsächlichsten 
Grund. für diesen Mengel ‚erkannt... Diese Verschiedenartig= 
keit gilt für die üroßstasben damaliger. Zeit wie, für, die 
CC kleinen. staatlichen Gebilde, gilt für die damals, zu. Wort 
i kommenden Persönlichkeiten, die nach ihrem geistigen 
und regionalen Herkommen die vorerwähnte Verschiedenar= 
tigkeit zeigen. Überwölbt aber wird das Ganze von gewisse: 
Vorstellungen, die lange Zeit den Inhalt damaliger Jour= 
nalistik und ovolitischer Schriftstellerei ausmachen. 
Zwar wird das Mittel des. Vergleichs, mit dem man am aus= 
ländischem Beispiel die eigenen Vorstellungen konfron=- 
Giert, nur. seur. selten angewendet... Die finanzielle Grund 
legunz für einen ausreichenden Redaktionsbetrieb ist in 
den meisten Fällen nicht vorhanden. Klischeeartige Schil 
derungen tragen kaum zu einer Ausweitung des geistigen 
Blickfelds bei. England wird ‚im .Bilde Montesquieuscher 
Spiegelunz vorgeführt; Frankreich wird als der. Revolu= 
tionshort. schwarz-weiß gezeichnet; hier und da wird ein 
Anlauf gegen die Heilige Allianz oder gegen die Mißstäns= 
de im Staate irgend eines Serenissimus unternommen. Ni= 
veau hat es schon, wenn das Wesen eines repräsentativen 
Staatsgebildes dargestellt wird und selbst die kleinsten 
Fortschritte seiner Realisierung vermeldet werden können 
Es sind die wenigen Führungsversönlichkeiten, die da 
wissen, wo die Ziele gesetzt sind, wie sie erreicht wer= 
den können, und welche Aufgaben dem intekrligenten Bürger 
zufallen. Sie wehren sich gegen die Alternative: hier 
Pesitzbürger - dort politischer Revolutionär; sie ist 
falsch gestellt... Die Presse aber hat die große Aufgabe, 
dem Bürger zu zeigen, wo er steht, wohin er aber streben 
muß, wie neue politische und gesellschaftliche Konstruk=
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.