Full text: Joh. Karl Ad. Murhard, (1781 - 1863), Staatsökonom und Wirtschaftspublizist aus der Frühzeit des deutschen Freihandels (Teil 2)

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Straße ist Friedrich Murhard zur letzten Ruhe gebettet, 
Kein Stein, kein anderes Zeichen kennzeichnet das Grab 
üieses Getreuen,. Lie vorhandenen amtlichen Vermerke nennen 
nur die Abt. 7 als den Sereich, in Gem die KNuhestätte Murs 
münell. Auskunft hards zu suchen 156 ( Ye 
cl. Frieclhofsamtes 
Welcker aber kündigt in einem Zusatz zu dem von Murhard 
verfaßten Artikel über die englische Stastesve-rfassung den 
Tod des "ehrwürdigen Veteranen Murhsrä" an ( >— ). 
Wir möchten dieses, Kapitel, nicht abschließen, ohne wenig= 
stens noch einmal die Aufmerksamkeit auf jenes Dokument 
hinzulenken, surf Grund dessen die großartige Bibliotheks- 
stiftung der Brüder Murhard. zustande zekommen ist... Das:Do= 
kument trägt den Titel: "Testament. und Codiecill.der Ge= 
brüder Hofrath Dr.friedrich. Wilhelm August: Murhard. und 
Dr.Johann Carl Adam Murhard. von. Cassel", 
Die also geschaffene Bibliothek so1lkien Namen tragen "Mur= 
harä’sche Bibliothek der Stadt Cassel"Y das Testament soll 
veröffentlicht werden. In beicen Maßnahmen 1äßt sich eine 
ganz bewußte Absicht beobachten, da den Leser dieser Ge= 
samtdarstellung nicht überraschen wird. 
Zur Universälerbin wird die Stadt Kassel eingesetzt. Ihr 
fallen allZ materiellen und finanziellen Hinterlassenschaf- 
ten zu. Insbesondere wird als Crundstock für die Biblio= 
theksgründun g der Betrag von 100: 000 Talern festgelegt. 
Die übrigen Werte bestehen vornehmlich aus Häuser- und” 
Liegenschaftsbesitz, der sich über das ganze Stadtgebiet 
erstreckt, vor allem aber an der wilhelmshöher Allee ges. 
legen ist. Hier, wo die’ Brüder ein kleines Sommerhaus 
besitzen (s.Abb.) solle inmitten einer ausgedehnten Park= 
anlage die Bücherei ihren Platz finden. 
Das gesamte Erbe soll den Namen "Murhsrd’sche Stiftung! 
tragen. In Z 28 SS wird der umfassende Fragen- und Notwen= 
digkeitskomplex erörtert und zukunftweisend beantwortet. 
Dabei wird nicht nur der ausgesprochen wissenschaftliche 
Charakter der Bibliothek festgelegt mit dem Hauptakzent 
auf der staatsrechtlichen-politischen und nationalökonomi= 
schen Literatur, sondern es werden in gleicher Umsicht 
die Behandlungsweise, Ausleihe und Pflege der Bücherbestän- 
de bestimmt. Ebenso werden alle Personal- und Aufsichts=
	        

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