Full text: Joh. Karl Ad. Murhard, (1781 - 1863), Staatsökonom und Wirtschaftspublizist aus der Frühzeit des deutschen Freihandels (Teil 2)

türgwie im ALLUSS . ALOE_UNVETSCHEIALLG LT SıCH Auf das 
Er kace warn ehem Fuer Aarl.ı Kaum: sind in seinen, Bü= 
cherlisten derartige Lektüren verzeichnet, und; selbst in 
EEIKEEN seinen zZeiseschriften überdeckt zunehmend die‘ An=-= 
teilnahme an kensch und Staat jede, etwa dem Landschaft 
lichen gewidmete Schilderung. Unverbrüchliche freue hält 
er den Menschen, dile er aies Bewährte” achtet und Schätzt, 
30 vor allem sSıınen Pruüder” Karl, mit dem er fast_> Jahr= 
zehnte zusammenlebt in einer seigneuralen Lebensgemein= 
schaft zweier Unvermanıver. So aber auch dem langjährigen 
Hausmeister sgenüber, dessen im Testament mit einer un= 
+" zn aufhebbaren Rente gedacht wird KO. wie die beiden 
Brüder, besonders im späteren Alter, jede größere Reise 
gemeinsam unternehmen, so führen sie beide auch _gemein= 
samen Haushalt, wobei Karl der zcorgende Geist ist. Äbgese= 
hen. von gewissen sSpeziaälinteressen, die Sonderwünsche zu 
befriedigen fordern, ist.die ZTroße. Bibliothek beider ge= 
meinsames Zigentum. Bei dem Umfang und der Bedeutung die= 
ser Büchersammulung war es.nicht.avbwegig,: sie” als Grundstoc’ 
der "Murhardschen Bibliothek der Stadt Kassel" vorzusehen. 
Leider ist garnichts aus diesen Beständen in die später 
errichtete Bibliothek einzegangen. Die Hütung und Pflege 
«A A! diesen makasialen, Erbes i1st. mit wenig Sorgfalt ausgeübt 
GR G iin — worden, zumal der. Aufbewahrungsort; häufig wechselte, , Alle 
Nachforschungen in dieser Richtung sind. leider ergebnislos 
verlaufen. Auch dem geringen Kunstbesitz an Gemälden ist 
es nicht besser ergangen. Was sich durch die Zeiten rettet. 
hat dann. bis auf: wenige Stücke. der. 2.Weltkrieg vernichtet. 
Pief durchöärunzen von der Mission des Bürgertums, vor 
allem des gebildeten Mittelstandes, wirkt Murhard, wo 
immer sich Gelegenheit bietet, ohne Erwartung materiellen 
Lohns für die interessen und die politische Aufklärung 
dieser gesellschaftlichen Schicht. Sein zesamtes Werk legt 
dafür Zeugnis ab. Dem #ritiker entgeht nicht ein gewisser 
Aristokratismus, der in der Betonung des Individuellen 
versteckt zum Ausdruck kommt und immer wieder hingeführt 
wird zu ethisch-kollektivistischen Fragestellungen, die 
in giner Zeit zunehmend die Forderung des Tages werden. 
Der Herzog von Coburg bietet dem bewährten Kommentator den 
Tüobtel eines Legaticnsrates an, wenn er eine Erläuterung 
zur Coburger Verfassung schreibe. Murhard lehnt den Titel
	        

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