Full text: Joh. Karl Ad. Murhard, (1781 - 1863), Staatsökonom und Wirtschaftspublizist aus der Frühzeit des deutschen Freihandels (Teil 2)

Zu. S+, 355 größten Glückseligkeit für alle ( ). Auch Rousseau 
wird von den vielen Denkern”in Anspruch genommen: auch 
Murhard lehnt ihn nicht ab, wenn Rousseau im Contrat 
Sozial 1,6 diese “einung vertritt. Dann führt Murhard 
die Gegner dieser Vorstellungen auf voranstehende Ge= 
danken Hallers in dessen "Restauration der Staatswis= 
senschaft",. 
Im abstrakten Raum siedelt Murhard die Vertreter der 
philosophischen Auffassung des Staates und seiner 
Zu. St F 4wecke an ( ). Sie alle fragen nicht nach den Über= 
Lieferungen der “eschichte; ihre Kardinalfrage lautet: 
Kann Ra aer Vernunft so oder so gehandelt werden? - 
Bw. St. Go ( ); was muß vernünftiger weise vorhanden sein, wenn 
eine vernünftige Staasgesellschaft gegründet werden 
soll. "Um den Zweck des Staates zu erforschen, kann 
also weder das Buch der Geschichte nachgeschlagen wer= 
den - denn darin können wir bloß Belehrungen finden, 
was der Staat in der Welt der Zrscheinungen gewesen 
ist, nicht aber, was derselbe der Vernunft nach sein 
soll - noch kann jeder Zweck des Staates aus den Grün= 
den entnommen werden, welche die Menschen wahrschein= 
lich zur Errichtung der Staatsgesellschaften antrieben, 
die sehr verschieden sein und von zufälligen Umständen 
und Verhälgnissen abhängen kann. Man kann lediglich 
aus den Begriffen und Funktionen des Staates den Staats 
Zu.Sk 36Y u. zweck abstrahieren" ( ). Ausgeschlossen als Zweck 
Pe Staates bleibt jedes unsittliche Febaren,welchers 
Auch Constant, Art auch immer es sei. Vielmehr muß der Zweck eine 
beiflme rn unmittelbare Wirkung haben und von jedermann anerkannt 
R.v. hohl, Ges .d. werden. 
Stwissar , Bol 1160 
Murhard kommt zu einem Hauptzweck und mehr oder weniger 
wichtigen “ebenzwecken. "Diese Mittelzwecke" sind kei= 
neswegs der Hauptzweck. Man muß wissen, was der Staat 
ist und sein soll, um sagen zu können, worin seine spe= 
zifische Bestimmung besteht. Murhard zählt dann einige 
wichtige Zwecke auf, die weithin zur Grundlage des 
Hauptzwecks werden können. Es ist die gesellehaftlich 
dauernde Verbindung unter Menschen. Diese Stabilität 
ist gleichgeordnet der gegenseitigen Hilfeleistung. Abe 
auch das Moment der Veränderlichkeit hat seinen Flatz: 
mit. ihm, wenn es die Einigkeit und Harmonie abläuft, 
AA
	        

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