Full text: Joh. Karl Ad. Murhard, (1781 - 1863), Staatsökonom und Wirtschaftspublizist aus der Frühzeit des deutschen Freihandels (Teil 2)

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natürlichen HreiheiG,. 4STEenm Mißbrauch Überall zu verhüten, 
einen Zustand der Jinze hervorzurufen, ‚wo die Freiheits= 
Sphäre. jedes Zinzelnen neben der aller Ubrizen und so umge= 
kehrt bestehen könne. Die Kußere Freiheit steht übrigens 
mic der inneren sitvlichen in steter gegenseitiger Bezies= 
kung und wechsslvirkung, und je größer diese‘ 13t, umso 
weniger bedarf jene Beschränkung“ (Da De 276). 
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Seins nach allen seinen Wendenzen unter ethischen Gese%zen, 
Enlwicklung unserer ophaysischen und Dsychischen Anlagen der 
lauten Stimme unserer vernunft gemäß einzig der ware und 
offenA Zweck unseres Lebens"' (Zwid.DBt. 3.320), So. 1äßt 
sich"auN dem Begriffe eines moralischen Systems/der mensch: 
lichen Zwecke dann auch die pvolitische Tel&Xoyie bestim= 
men" (ebd, \5.360); und der, Staat wird "ein ützliches ung 
höchst wünsQLenswertes Gut für alle mensch/ichen Zwecke, 
welche ohne ü&ssen Hilfe nicht so SEES und nicht so 
leicht erreicht werden können" (ebd. S./61). Damit, 1sv der 
Staat mit seinem\zındzweck einem höheret Begriff unterge= 
oränet, dem der meXschlichen Gesellschaft. Ist im Stakte 
Kultur zur Freiheit) deren Antsprechendes im Rechte gemein: 
samer humanitärer Gesktzzebung und Örädnung aller Beteilig= 
ten liegt, mit dem Bes eben, im’ undzweck. des Ganzen äden 
jedes Einzelnen zu‘ fördekn: (ebd: S.281-853), so: bleibt‘ bei 
aller noch so ideslistisch freien Orgenisation Iür. den 
Staat Goch stets’ charakteriMtischidie Unterordnung” des. Ein: 
zelnen unter den Gemeinwillen. Wie der” Mensch niemals und 
vor allem seine’ geistige. Natur\einer’ menschlichen‘ Einrichs= 
tung ganz‘ und‘ gear‘ hingeben‘ darf \and! kann,. so’ gehört: er 
zwar durch den Staaf, aber doch wAit über seinen Rahmen 
der bürgerlichen Gesellschaft en menschlichen 
Gesellschaft an,/Geren Grenzlinien zu\ ziehen sehr schwer, 
deren Wesen aber unleugbar ist, und aeXen Verhältnisse 
ungleich freigrer. und) doch auch geheimen Natur sind. "Das 
Höchste und/Beste aber, was die GesellschäAft gewähren kann 
Empfindungen und Gedanken und die durch deren Ähnlichkeit 
und Mitt£ilung geknüpften Verhältnisse, Wünsähe, Sorgen 
und Hoffnungen, eine Gemeinschaft des Geistes And Herzens, 
welche über das bürgerliche Leben weit hinausreicht, alles 
die%£ gelangt kaum zur oberflächlichen Kunde des Staates: 
ey wächst und gedeiht vielmehr nur in. heiliger Stihle der 
Sin-menschlichen Bezichungen! (sba+—39 S0—64—0—e-
	        

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