Full text: Joh. Karl Ad. Murhard, (1781 - 1863), Staatsökonom und Wirtschaftspublizist aus der Frühzeit des deutschen Freihandels (Teil 2)

chen. Kulturprosramms Zivilisatorischen. Charakters muß 
Sich der Staat alles anzelegen sein lassen, was zunächst 
darauf aus ist, in öffentlicher Hygiene für Srhaltung 
und. Stärkun;: der Volksgesundheit zu. sorgen; und, wie. viele 
davon in einer erzieherischen Ausbildungdes physischen 
Bürzers und. vor allem. des; Jungen Menschen erreicht ‚wird, 
SO: gilt.es.doch.in.unglsich höherem. Msße. auf. dieSbeigez 
rung der moralisch-intellektuellen Fähigkeiten abht zu 
haben, wodurch.der Mensch.in die.Lag®S Versetze. Wird. .„Wber 
die ohysische Natur zu Sriumphieren. SesOonders.gilftsdies 
für-die Gestaltung der geseillschaftlichen:Verhältnisse, 
deren wWertmesser. nicht - zuletzt"in dem Verhalten. der, einen 
gegen die Freiheit, die Ehre, die. Religion. und.Sitten; 
der anderen. zu. suchen ist" (ebd. 5.154). Im. Wirtschaft. 
lichen muß "Sicherheit und Gewißheit des Eigentums und 
der :Zigentumsverhältnisse, Leichtigkeit und Zrwerbung 
und des, Verkehrs mit denselben“ (ebä,) herrschen, und 
alles beseitigt werden, was Gewerbe ‚und Industrie; und 
Handel.in der „Vervollkommnung ‚und.dem Austausch ihrer 
Prcdukte und Cbjekte. hindert (ebd. 3.155). In diesem 
Zusammenhang räumt wurhard der physischen Genußvollkoms 
menheit als einer ;4Aulturbedingung (ebd... 3.172) Zum 
geistigen WJohlsein eine Stelle ein und tritt erneut in 
Gegensatz zu. den Kantbiänern, wenn er den Wohlfahrtsgedan= 
ken annimmt, allerdings nur soweit, ‚daß neben das äußere 
Wohl doch ein gewisses „ethisches äMobiv tritt, das "Pri= 
vatinteresse.in. allen. Kollisionsfällen dem.allgemeinen 
Interesse zum Opfer zu bringen“ (ebd. 3.211). Das Gefähr= 
LiIches, äas in diesem Prinzip Liszt, vor allem, wenn in 
einem Staate Regierung und Volk etwas Getrenntes sind, 
verkennt er:;keineswegs, sieht aber.darin doch schließlich 
nur eine Örganisationsfrage der Staatsgewalt und bleibt 
bei der Meinung, daß "das Wohl der Majorität der Staats= 
genossen ohne Inkonvenienz als Staatszweck geltend ge= 
macht werden könne, wenn man nur den Grundsatz festhält, 
daß zur Erreichung desselben nie unrechtliche und unsitt= 
liche Mittel in Anwendung gebracht werden dürfen" (ebd. 
S.215). 
Damit ist das dritte Zweckzentrum des Staates erreicht, 
die Rechtssicherheit. Es ist die Gründung und Wahrung 
des Rechtszustandes, in dessen folzgerichtigem Ablauf
	        

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