Full text: Friedrich A. W. Murhard, (1778 - 1853), Staatsrechtler und politischer Publizist im vormärzlichen Liberalismus (Teil 1)

Der Junge Göttinger /Gelilehrtei Friedrich Murhard wächst gerade 
in diese vornehmlich politisch gestimmte. geistige Welt hinei 
als sich die vielfachen Ober- wie Unterströmunzen der Um= 
bruchszeit im regionalen Raum Deutschland zu gewissen Schwer 
punkten konzentrieren. Murhard hat durch die Yaxinakas Teil-= 
habe an diesem Vorgang eine eigene Prägung erhalten, die 
lebelang sein Denken und Wirken trägt. «sadstindteweninent 
WichtigesFrapenachr den VernaltnterderrindividuekllkenrFrei.- 
heirbadersRegierten-Zur.Staabsgewalt"dervReßierenden: fürst= 
liche Reformbestrebungen, Emanzipationsdrügg des Einzelnen 
in Theorie und Praxis als Vorläufer einer neu fundierten 
Bürgerfreiheit des Revolutionszeitalters wie des heraufzie= 
hendh 19. Jahrhunderts stehen noch immer in erkennbarer 
Fechterstellung einander gegenüber. Nationales Eigenstreben 
trifft auf westeuropäische Ablehnung absolutistischer Herr= 
schaftsformen zugunsten universalistischer Zielsetzungen. 
Angesichts der Charakterisierungskraft dieser Vorgänge sei 
noch einmal mit Nachdruck darauf kXKNEWXENEK verwiesen, wie 
das vorerwähnte Kernproblem, nicht minder die Neigung zum 
Kosmopolitismus und Universalismus, für Murhard alle Zeit 
bestimmend bleiben, als seine sich später wandelnde Umwelt 
vielfach ganz andere Ufer ansteuert. 
Es ist weder an dieser Stelle noch im weiteren Verlauf unser 
Darstellung beabsichtigt, die jeweils dingliche Erfülltheit 
der staatsrechtlich-politischen Vorstellungen anders als in 
einer sehr konzentrierten Skizze zu beschreiben. Insbesondere 
wird keinerlei Vollständigkeit angestrebt und nur solche 
Erscheinungen und Persönlichkeiten werden vorgeführt, zu 
denen Verbindungen von Murhards Seite her bestehen. Auch 
da können Solche Fragestellungen und Antworten erörtert 
werden, die im Denken Murhards wirklich fruchtbar geworden 
sind. Wir vermeiden es, die Entwicklung des älter werdenden 
Murhard schon hier anders als mit einem Hinweis anzudeuten; 
vielmehr geht es uns um das Werden des von den Naturwissen= 
schaften zur Politik überwechselnden jungen Gelehrten, wobei 
wir in diesem Vorgang bei aller persönlichen Besonderheit 
doch ein Spiegelbild der Situation um die Jahrhundertwende 
erblicken,. 
Für alle diese Vorgänge bietet damals kaum ein anderes Zaean=
	        

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