Full text: Friedrich A. W. Murhard, (1778 - 1853), Staatsrechtler und politischer Publizist im vormärzlichen Liberalismus (Teil 1)

Die Legislative. 
EA 
nicht, 
Wir bauen bei diesem Abschnitt/auf einem geschlossencn Werk Frie- 
ärich Murkerds SEE aber die ganze Reihe der von Murhard edier-= 
ten Publikationen/von Gedanken der Legislative durchsetzt ist(vergl 
das Vetorscht,bei uns im nächsten Kapitel)Je weitflächiger die po - 
litischen Vorstellungen Murhards im Anschluß an die Julirevolution 
werden,desto häufiger ist bei ihrer Schilderung auf frühere Darle- 
gungen Murhardis nicht übersehen. werdensofern es sich um früheste 
Stadien oder cine relativ geschlossene Theorie handelt und immer wi 
der seine Gedanken im Gang halten.3e darf u.a. .auf die Abhandlungen 
in den Politischen Annglen-,etW& auf das dort gezeichnete England- 
bild verviesen werden. dJst bei dieser Schiäu bemerkneswert der verhäl 
nis mäßg frühe Zeitpunkt,zu dem sich Murhard mit Fragen der Legisls 
tive beschäftigt,Murhard stößt fast durchweg zu Ergebnissen und For 
derungen vor,die nur wenige markante Persöniichkeiten: der damalige 
politischen Umbruhecphase interessieren. 
Es sind fast alle Frgaen des Repräsentationssystems ‚mic denen Sich 
seit Juhren Murhard beschäftigt ,ganZ besonders aber..nach dem Durch- 
bruch der Julirevolubion,als.die MöglichkeiG,resler politeischer Be 
tätisung für den gufgeschlossenen Bürger sich bietet. Die Ständever 
sommlung,dası Parlament und seine Aufgaben, seine personelle Zusammer 
zetung nehmen seine Überlegungen og ausschließlich in Anspruch, 
Murchard geht von einer Grunülage aus,die ihnsofort in Gegensatz zu 
gängigen Meinung setzt.är verlangt für. das Zusatndekommen. einer 
Volksvertretung ein allgemeines und dupgh keinerlei Znsus. beschränkt 
tes gleiches Wahlrecht für £11e. dazu Zine Kummer. Diese Gedanken 
sieht er enthalten im Wesen der Volkssouveränität,in der vertiefte 
Vorstellung vom Willen. alloer.Deshalb hat eine Pairskammer keinen 
Platz.Murhard verficht konsequent das Einkammersystem. (KglLVeTt. 314 
Auf dem Gebiet der Gewaltentrennung will es Murhard mit der Zeitel- 
lung halten(ebd.3127uU. GesetzJniti)100)Diese Gedanken erinner an 
Robespierre(RAslob.201). Auch das ist eine Veriante Murhards,daß er 
das Hemmungsprinzip umbiegt in das Streben nach harmonischer Wech- 
selwirkung.Murhard bekennt Ademit zu dem während dieser Jahre sehr 
meschätzten B.Consbant(Ztschft.1f.d.505.Staabswissonsch. BA .63—1927 
u, Donatowski,Der Parlamentar.i.d.LIehre B.C.)Diese Art erscheint 
ihm sehr wertvoll,wenn es einaml Beibungsflächen in Erscheinung Gr 
ten sollten zwischen Regierung und Redräsententenversammlung. (Gesc 
32ff) Die Probelme werden brennend bei äer Ausstattung und Stellur 
üer Gesetzmebenden Gewalt.Die Volksvertretung ist das Volk im kle 
nen,wenn sie spricht,so spricht sie den wahren Vokswillenaus(ebd,.”
	        

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